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Wissen: Buch und Buchmarkt

Buchmarkt, Wissen: Buch und Buchmarkt

Bücher entstehen nicht am Schreibtisch eines einsamen Dichters. Dieser schrebt allenfalls einen Text, der später zu einem Buch wird. Doch bis es soweit ist, sind Verleger, Lektoren, Hersteller, Vertriebsleiter und viele andere Helfer nötig, dem „Rohmaterial“ Text eine Form zu geben, die Buchhändler akzeptieren und leser kaufen.

Die Buchidee:

Bis ein neues Buch erscheint, dauerte es Monate, manchmal Jahre. Am Anfang steht aber immer die Idee, gerade dieses Buch zu schreiben. Diese Idee kann vom Autor stammen, der sich einen Verlag sucht, der das Buch mit ihm macht; das ist häufig bei literarischen Werken der Fall. Sie kann aber auch vom Verlag kommen, der dann nach einem geeigneten Autor ausschau hält. Oft trägt das Interesse der Öffentlichkeit zum Erscheinen eines aktuellen Sachbuchs.

Der Autor:

Der Autor schreibt das Buch, oft wählt er auch geeignete Abbildungen aus. Er arbeitet eng mit dem Lektor (oder Redakteur) zusammen, der den fertigen Text, das Manuskript, aus der Sicht des Verlags und der Leser beurteilt. Der Lektor kümmert sich um die sprachliche Gestaltung und bringt möglicherweise Korrekturen an. Er greift auch in die Gliederung en und achtet auf den Gesamtumfang des Werkes.

Herstellung und Vertrieb:

Aufgabe des Herstellers ist es, zusammen mit dem Lektor ein Manuskript und die zugehörigen Abbildungen in eine passende Buchform zu bringen. Folgende Fragen müssen dabei geklärt werden: Wie viele Seiten soll das Buch umfassen? Welche Schriftgröße ist angemessen? Soll das Buch in Farb- oder Schwarz-weißdruck hergestellt werden? Welche Abbildungen sollen eingefügt werden? Wie soll es gebunden werden? usw. Alle diese Fragen wirken sich auf den Pres des Buches aus, deshalb müssen auch diejenigen gehört werden, die mit dem Vertrieb des Buches beauftragt sind. Sie wissen, was das Buch kosten darf, um Käufer zu finden, welche äußere Aufmachung der Leser erwartet usw. Letztlich muss auch die Auflagenhöhe festgelegt werden, denn: Je höher die Auflage, desto niedriger sind die Kosten pro Buch. Allerdings muss die Auflage realistisch geschätzt werden, damit alle gedruckten Exemplare verkauft werden können.

Satz und Druck:

Sind alle diese Fragen geklärt, wird der Text gesezt. Texte werden auf die Druckseiten verteilt Abbildungen eingefügt. Es erfolgt der „Umbruch“. Autor, Lektor und Korrektor überprüfen die Druckfahnen auf sachliche und sprachliche Richtigkeit. Danach wird das Buch gedruckt, gebunden und ausgeliefert.

Buchmessen:

Buchmessen gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Auf ihnen können sich Buchhändler und Grossisten einen Überblick über Neuercheinungen verschaffen und Einkäufe tätigen. Buchmessen dienen aber auch der Kommunikation aller am Buchmarkt Tätigen: Verleger knüpfen Kontakte zu Autoren und umgekehrt, Leser können sich informieren und anwesenden Autoren kennenlernen, Autoren präsentieren sich in Lesungen einer breiteren Öffentlichkeit. Die wichtigste Messe im deutschsprachigen Raum ist die Frankfurter Buchmesse, die jährlich im Oktober in Frankfurt am Main veranstaltet wird.

Rezensionen, Bestenlisten:

Der Information der Leser und der Verkaufsförderung dienen auch Rezensionen und Bestenlisten. Rezensionen, also Buchkritiken, erscheinen im Feuilleton von Tages- und Wochenzeitungen sowie in vielen Magazinen und Zeitschriften. Dabei werden neu erchienene Bücher von kundigen Redakteuren oder Fachwissenschaftlern besprochen- kritisiert oder gelobt. Die in Zeitschriften erscheinenden Bestenlisten geben Rangfolge der Bücher anhand der Verkaufszahlen wieder; auch dies ist für viele Leser ein Lese- und Kaufanreiz.

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