Rezension: Wut

IMG_20191025_181857_979.jpgVerlag: Gmeiner
Autor: Felix Huby
Genre: Krimi
Seiten: 251
ISBN: 978-3839224915
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Inhalt

Das Opfer? Noch am Leben. Der Täter? Ohne jegliches Motiv! In Berlin greift ein Mensch um sich und legt Menschen mit purer Gewalt zu Boden. Dabei  lässt er sie einfach am Leben und beklaut sie auch nicht. Was könnte dahinter stecken? Komissar Heilands Ermittlungen führen schnell in ein Karateclub, denn sie können Personen mit einem gezielten Schlag niederstrecken. Ist es Eifersucht oder Geldgier, was den Täter antreibt?


Fazit

251 Seiten, also nicht gerade viel Zeit, um die Story mit unwichtigen Nebengeschichten und langen Ausführungen zu schmücken. Und das gelingt dem Autor auch. Ohne Umschweifungen und nur auf das Nötigste reduziert, gelangt man in die Story. Und schnell ist die Thematik auch geklärt. Drogenmissbrauch im Karateklub, ein niedergeschlagender Anwalt, sowie ein Maulwurf bei der Polizei. Der Grundstein für einen rasanten Krimi!

Namen

Der Schreibstil von Felix ist dabei sehr angenehm, sehr flüssig. Beinahe im Plauderton gelangt man schnell immer tiefer in das Geschehen und vergisst die Zeit, die beim Lesen vergeht. Dieses Buch lässt sich zügig an einem Stück durchlesen und sorgt für schnelle Unterhaltung. Zwar nicht sehr anspruchsvoll, aber dennoch eine perfekte Lektüre, die man gut gelaunt weiter liest. Dabei finde ich auch die Figurenkonstellation interessant. Ein Liebespaar auf der Arbeit, ein Polizist, der immer alles wissen möchte, Jugendliche, die sich auf der Straße herum treiben und eine ältere Zahnarzthelferin, die es liebestechnisch auf den Chef der Polizei abgesehen hat.

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Und obwohl der Story sehr knapp gefasst ist, bekommen die Figuren die nötige Tiefe, um sie besser verstehen zu können und um mit ihnen zu sympathisieren. Aber auch etwas kitsch darf hier nicht fehlen. Ein gutes Gesamtwerk, dass lust auf mehr macht! Aber auch die Miträtselfaktor ist hier definitiv nicht zu kurz gekommen. Durch schnelle Wendungen, die ich so nicht erwartet habe, konnte mich die Geschichte immer bei Laune halten und mich stets auf neue Gedanken bringen.

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Wer also Unterhaltung auf Knopfdruck sucht und es leid ist sich durch unzählige Nebengeschichten zu kämpfen, der ist hier bei Felix Huby definitiv richtig. Spannend, rasant und unterhaltend. Mir hat die Story sehr gut gefallen!


Autor

huby-felix.jpgFelix Huby, bürgerlich Eberhard Hungerbühler, 1938 im schwäbischen Dettenhausen geboren, arbeitete zunächst als Reporter und Redakteur bei einer Tageszeitung, wurde dann Korrespondent des SPIEGEL für Baden-Württemberg und schrieb 1976 seinen ersten Kriminalroman. Es folgten 19 weitere Romane um Kommissar Bienzle, dazu insgesamt 34 ARD-Tatorte mit den Kommissaren Schimanski, Palu und Stöver. Aus seiner Feder stammen über 20 Hörspiele, zahlreiche Fernsehserien und acht Theaterstücke. Huby wurde unter anderem mit dem »Ehrenglauser« für sein Gesamtwerk und mit der »Goldenen Romy« für das beste Drehbuch des Jahres 2007 ausgezeichnet. Seine Kriminal-Romane haben bis heute eine Auflage von über 1 Million Exemplaren erreicht. Der Schwabe Huby lebt seit 26 Jahren in Berlin.

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