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Rezension: Willkommen in Hell, Texas

Willkommen in Hell, Rezension: Willkommen in Hell, Texas

Hintergrund:

Festa-Zeit! Bisher habe ich in diesem Verlag immer Schätze gefunden, die etwas kontrovers sind, sich von der Masse abheben und mich deswegen besonders anziehen. Dieses Mal habe ich mich aus einer Lust und Laune heraus für mein zweites Buch aus der Festa-Extrem-Reihe entschieden.

Der Handel boykottiert gewisse Bücher von uns. Zu hart, zu gewagt, zu brutal oder einfach zu weit weg von der Norm. Doch Literatur braucht künstlerische Freiheit und darf nicht geknebelt werden. Deshalb befreien wir uns auf »extreme« Art.

Inhalt:

Willkommen in Hell, Rezension: Willkommen in Hell, TexasAuf ihrem Roadtrip durch den Süden von Texas werden vier Collegestudenten irgendwo im Nirgendwo von einem Sheriff angehalten und verhaftet. Er beschuldigt sie illegale Einwanderer zu sein.
Die vier werden in das Städtchen Hell gebracht. Hier leben die Bürger nach ihren eigenen kranken Regeln. Und in der Kunst der sadistischen Vernichtung von Fleisch und Seele haben sie unvorstellbare Meisterschaft erlangt …

Willkommen in Hell, Texas ist eines der brutalsten Bücher, die Festa bisher veröffentlicht hat. Tim Miller schreibt abartig … abartig gut!

Fazit:

 

Robby hasste diese Fahrt. Der längste und langweiligste Teil ihres ganzen Trips nach Kalifornieren und zurück war die Strecke zwischen San Antonio und El Paso.

Was am Anfang noch recht harmlos wirkt, eskaliert relativ schnell. Zuerst kriegt sich die kleine Gruppe in die Haare und beschmipfen sich gegenseitig. Ist ja auch nicht weiter verwunderlich bei der Hitze,  bei keinem Handyempfang und schlechtem Radioprogramm. Aber der Autor Tim Miller kommt dann ohne größere Umschweifungen direkt zur Sache. Weil sie angeblich illegale Einwanderer sind, wird die Gruppe festgenommen. Schnell stellt sich dann aber heraus, dass es keine wahren Polizisten sind sondern eher moderne Menschenhändler. Und dann ist es auch schon zu spät!

Dabei wird die ganze Geschichte in einem so rasanten Tempo erzählt, dass es fast unmöglich erscheint das Buch aus der Hand zu legen. Auch wenn es mich bei den Vergewaltigungen und der Gewaltszenen wirklich sehr durchgestüttelt hat, konnte ich nicht anders als weiterzulesen und mich der aussichtslosen Situation hinzugeben. Ich denke jeder von uns kennt diesen Moment indem etwas sehr ekelhaftes passiert, aber man nicht weggucken kann. Gerade in Zeiten von Facebook, wo wirklich alles gefilmt wird!

Dabei hat dieses Buch nicht viel mit einem Roman zutun. Die Charaktere sind nur sehr oberflächlich ausgearbeitet und die Handlung ist schnell erzählt. Es ist einfach nur extrem und brutal! Aber gerade weil es von der Norm abweicht, finde ich dieses Buch anziehend. Es ist kontrovers, es ist anders und sorgt für einen unvergesslichen Lesemoment!

Kommentar:

TIM MILLER ist ein amerikanischer Autor. Tim studierte Religion und Psychologie. Schon als Teenager begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, um sich und seine Freunde zu unterhalten.
Seit Family Night (2013) hat Tim mehrere eBook-Bestseller im Selbstverlag veröffentlicht. Tim liebt es, den Gore-Faktor auf Schleudergang zu schalten, damit sich dem Leser der Magen umdreht.

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