Rezension: War’s das schon?

IMG_20191124_183734_296.jpgVerlag: Solibro
Autor: Frank Jöricke
Seiten: 203
Genre: Roman
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Kindle: Hier bestellen


Inhalt

Warum tun wir das, was wir tun? Warum geben wir uns der tristen Langeweile hin und trösten uns in ein Leben, in dem wir nichts mehr erwarten können? Wer ist Schuld daran, dass Männer zu Weicheiern werden und wie können wir unserem Alltag entfliehen? Interaktiv hält Frank Jöricke uns den Spiegel unserer Gesellschaft vor Augen und sorgt damit für interessante Gedankengänge, die du selbst bestimmen kannst.


Fazit

Ach herrlich, ein Buch über das Leben. Für mich eine willkommene Abwechslung zu den ganzen Krimis und Thriller, die ich lese. Ebenso interessiere ich mich wirklich sehr für Erklärungsansätze, wieso es ist, wie es ist. Frank Jöricke schafft es die einzelnen Details aus dem Leben auf das wesentliche zu reduzieren und pointierte Darstellungen zu schaffen. Ebenso ist es mir nicht leicht gefallen zu den Gedankengängen von Frank mir keine eigene Meinung zu bilden.

Kindermädchen.pngDie Aussagen sind zwar stellenweise überspitzt und mit viel Humor dargestellt, aber sie wirken in keinster Weise lächerlich oder unrealistisch. Große Unterhaltung im lockeren Schreibstil. Du kannst die Geschichten entweder so nacheinander Weg lesen, doch genau so kannst du das Buch interaktiv nutz und deine Leseroute selbst bestimmen. Eine willkommene Abwechslung zu den starren Lesegewohnheiten aus Thriller und anderen Romanen.

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Geschichtsunterricht, wie ich ihn mir gerne in der Schule vorstellen würde. Locker geht Frank auf die Vergangenheit ein und erklärt verständlich Sachverhalte, die mir nicht so geläufig gewesen sind. Klar man merkt, dass sich dieses Buch eher an die ältere Generation richtet, aber Kinder der 90er Jahren dürften mit den angesprochenen Filmen, Musikern und Stars noch etwas anfangen können. Danach wird es eher kritisch und die 2000er Kinder müssten sehr viel googlen.

abc.pngWarum die Babyboomer nicht erwachsen werden? Warum Männer auch dem Schönheitswahn verfallen? Warum die Disco ihr Comeback feier müsste? Warum Helikoptereltern scheitern? Und warum großes Leid große Kunst hervor bringt? All das und noch viel mehr wird in diesem Buch erklärt. Herrliche Entspannungslektüre, die dich zum Nachdenken anregen wird. Daher empfehle ich das Buch gerne weiter.


Autor

Autor Frank Jöricke

Seine Tätigkeit als Werbetexter hat Frank Jöricke (*1967) aus Trier nicht geschadet. Im Gegenteil, zeichnet sich doch seine Sprache durch ihre Treffsicherheit und lebendige Fabulierkunst aus.
Erweitert um den Blick des Texters, der schon von Berufs wegen immer ein genaues Sensorium für die kleinen und großen Widersprüche des Lebens haben muss, verfällt er dennoch nicht dem Zynismus oder der Verklärung. Dies ist wohl weniger der neuen Ernsthaftigkeit als dem nostalgischen Wohlwollen zu verdanken, das einen erfasst, wenn die eigene Jugend- und Adoleszenszeit langsam aber sicher zu Geschichte wird. Frank Jöricke hat sie aufgeschrieben.

Mit einem Auszug aus seinem Roman „Mein liebestoller Onkel …“ zog er bis ins Finale des Poetry Slams in Trier; Jürgen von der Lippe und Ingo Naujoks gefiel der Roman so gut, dass Ingo Naujoks das Hörbuch eingelesen hat. Außerdem gilt Jöricke als der Entdecker von Guildo Horn, arbeitet nebenbei als Bad-Taste- und Ü-30-DJ, ist Ex-Fußballschiedsrichter und manischer Blutspender (90 x in 26 Jahren) − dabei sind seine Bücher alles andere als anämisch!

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