Rezension: Tu, was ich dir sage

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Verlag: Indie
Autor: Drea Summer
Titel: Tu, was ich dir sage
Genre: Thriller
Seiten: 234
Preis: 8,99 €

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Inhalt:

Als ein Toter auf dem Parkplatz des Zoos Palmitos Park auf Gran Canaria gefunden wird, ist es vorbei mit der ungetrübten Urlaubsidylle. Die Polizei kommt zu der Erkenntnis, dass es sich um einen Selbstmord handelt. Der Tote galt bereits sieben Jahre als vermisst. Warum taucht er ausgerechnet jetzt auf? Und wo war er die ganze Zeit?
Tage später verschwindet der deutsche Urlauber Leo spurlos aus einer Diskothek in Playa del Inglés. Inspektor Carlos Muñoz Díaz ermittelt, doch bald entwickelt sich der Fall für ihn zu einer persönlichen Tragödie. Stück für Stück offenbart sich ein Abgrund unmenschlicher Abscheulichkeit.

„Tu, was ich dir sage“ ist der zweite Teil der Thrillertrilogie. Bisher sind folgende Teile erschienen: Band 1: Sie sind nichts wert


Fazit:

„Warum hast du mir das angetan?“, murmelte ich und starrte auf den Monitor, der mir mit einem leichten Flackern die Wahrheit präsentierte. Ich zoomte das Bild auf das leichenblasse Gesicht.

Thematisch lässt Drea Summer wieder Jugendliche einen Urlaub auf Gran Canaria verbringen, um in die Geschichte zu starten. Klaus, Leo, Anne und Juan wollen feiern gehen, allerdings zerstreitet sich die Truppe auf der Party und plötzlich verschwindet Leo. Anders als in anderen Geschichten verzichtet Drea Summer dabei auf eine Liebesgeschichte zwischen Mann und Frau und setzt dieses mal auf Homosexualität, weswegen auf der Party ein Streit zwischen Klaus, Leo und Juan eskaliert. Für mich ist das eine willkommene Abwechslung gewesen.

Im letzten Teil ging es in der Thrillerwelt von Drea Summer, um Misshandlungen und Vergewaltigung. Zwar nicht hart, aber auch nicht zart. Perfider wird es in diesem Teil. Vom Einfallsreichtum her gibt es für mich ein ganz dickes Plus. Sie kreiert eine Welt, die wirklich düstere Dinge der Menschheit hervor bringt, die genau so pervers in unsere Gesellschaft stattfinden. Da bin ich schon etwas zusammengezuckt.

Doch keine Sorge für die etwas zärteren Gemüter unter euch, so heftig wie das Thema ist, wird es nicht in dem Thriller ausgeführt, sodass sich eine gute Mischung zu anderen Szenen ergibt. Ebenso schafft es Drea Summer mit ihrem Schreibstil die Spannung bis in die Höhe zu treiben. Gerade wenn man denkt, dass man endlich den Gran-Canaria-Flair genießen kann, haut sie einem den nächsten Spannungsbogen um die Ohren. Und dieses mal wird es auch ziemlich persönlich für die Protagonisten. Gepaart mit einer lockeren Grundatmosphäre ergibt sich daraus eine rasante, stets treibende Story.

Von den Charakteren her, bin ich in diesem Teil etwas zwiegespalten. Zum Einen gefällt es mir, das die Liebesbeziehung zwischen den Ermittlern Carlos und Sarah weiter gereift ist und Sarah ein Kind von ihm erwartet. Aber auf der anderen Seite verliert Carlos sein machoartiges Auftreten, sowie seine Lockerheit aus dem ersten Teil. Ich finde ihn für einen Ermittler aus Gran Canaria etwas zu deutsch geschliffen. Ebenso werden Passagen in der Ich-Perspektive des Täters geschrieben, die mich nicht ganz überzeugen konnten. Bei ihm hat mir etwas die dominante Ader, sowie das verrückte Verhalten gefehlt.

Auch wenn es kleine Kritiken an den Figuren gibt, finde ich den Thriller absolut gelungen und kann ihn gerne weiterempfehlen. Spannend, rasant, kurzweilig, toll konstruiert, sowie sehr Abwechslungsreich. Langeweile kommt hier nicht auf.


Kommentar:

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Die erste Frage, die Sie sich vermutlich stellen, ist: DREA SUMMER ist doch ein Pseudonym, oder? Ja, das ist richtig.
Aber warum? Diese Frage ist auch ganz leicht beantwortet. Mein richtiger Name ist eher für einen schnulzigen Liebesroman geeignet als für knallharte Thriller und Krimis. Ich habe die englische Version gewählt, da diese ein wenig verruchter und geheimnisvoller rüberkommt als das Original.
Wie kam ich zum Schreiben? Wissen Sie, ich bin mit meinem Lieblingsmenschen Ende 2016 auf die schöne Kanaren-Insel Gran Canaria ausgewandert. Und das Flair, die Leute, die Insel allgemein haben mich dazu verleitet, Thriller und Krimis zu schreiben.
Aber sollte so eine Insel nicht eher schön und romantisch rüberkommen? Wäre da nicht eher ein Liebesroman geeigneter? Ja, vielleicht haben Sie recht mit dieser Aussage, aber ich bin ein großer Thrillerfan und lese diese Bücher mit Leidenschaft. Ich liebe dieses Kopfkino, das dadurch entsteht. Somit war für mich klar: Genre Thriller und Krimi.
Alle meine Bücher, die in Spanien oder eben auch auf Gran Canaria spielen, sind ein wenig gespickt mit typischen spanischen Vokabeln. Aber keine Angst, ich habe die Übersetzungen für Sie gemacht, damit Sie ein uneingeschränktes Lesevergnügen haben.
Ursprünglich bin ich Österreicherin, geboren in der Steiermark, zuletzt wohnhaft im schönen Südburgenland. Und ja, natürlich wird es auch einen Österreichkrimi geben. Das ist ja auch fast ein Muss.

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