Rezension: The Terminal List

91UiYuiWNDL.jpgVerlag: Festa
Autor: Jack Carr
Titel: The Terminal List – Die Abschussliste
Genre: Festa Action
Seiten: 544
Preis: 14,99 €

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Inhalt:

Afghanistan: Bei einem Hinterhalt durch Taliban-Milizen wird fast das komplette Team von Navy-SEAL-Kommandant James Reece ausgelöscht. Geplagt von Schuldgefühlen kehrt er in die Heimat zurück.
Doch nun muss er erleben, wie weitere Menschen aus seinem engsten Umfeld unter mysteriösen Umständen sterben. Wie sich herausstellt, litten alle Verstorbene an Hirntumoren.
Schnell wird klar, dass keine feindliche Macht hinter den Anschlägen steckt, sondern machtgierige und skrupellose Amerikaner. Die Spur der Verschwörung führt bis in die höchsten Regierungskreise.
Als Reece ebenfalls erkrankt, hat er nichts mehr zu verlieren. Ihn bleibt nur noch Rache. Sorgfältig erstellt er eine Liste mit allen Verantwortlichen und macht sich auf den Weg …


Fazit:

Man muss kein taktisches Genie sein, um sich für den passenden Job zu entscheiden. Menschen sind Gewohnheitstiere, manche noch mehr als andere. Buchhalter und Verwalter klammern sich bei ihrer Arbeit fast schon sklavisch an feste Routinen.

In der Haut von James Reece möchte ich nicht stecken. Eine Operation, die aus einer höheren Hierarchie herunter kommandiert wird, bereitet ihm von Anfang an Kopfzerbrechen. Und das zurecht! Alles was schief gehen kann, geht auch schief. Er ist für seine Truppe verantwortlich und hat sie quasi direkt in den Tod getrieben.

Anschließend soll er auch noch als Bauernopfer herhalten und muss sich merkwürdigen Fragen der Ermittlern stellen. Aber das ist noch nicht alles. James Reece soll komplett ausgeschaltet werden. Jedoch überlebt er bei seiner Heimreise den Überfall auf seine Familie. Und dann soll sich auch noch angeblich ein guter Freund von ihm selbst umgebracht haben.

Reece steht nun völlig alleine da und steht vor der Qual der Wahl. Aufgeben und sich das Leben nehmen oder den Schuldigen ausfindig machen? Er entscheidet sich für zweiteres, denn durch seinen Tumor hat er absolut nichts mehr zu verlieren.

Schon von Anfang an wird klar, dass das Buch von jemanden geschrieben wurde, der solche Kriegsgeschehen hautnah miterlebt hat. Das Buch musste einer offiziellen Behörde vorgelegt werden, sodass keine Interna veröffentlicht werden. Es wurden dafür extra Stellen geschwärzt.

Der Schreibstil von Jack Carr ist fesselnd, ausführlich, mehr als bildhaft und authentisch, sodass ich mich sehr gut in den Alltag eines Soldaten hineinversetzen konnte. Ebenso konnte ich mir die Actionszenen, wie in einem Blockbuster vorstellen. Jedoch beraubt die detailreiche Beschreibung mir auch etwas der eigene Vorstellungskraft, sodass ich mich selten meinen eigenen Flüchten hingeben konnte.

Spannungstechnisch ist die Story eine tolle und rasante Abwechslung zwischen Ruhephasen und knallharter Action. Gerade auch, weil die Geschichte sehr gut organisiert ist, braucht man keine Angst haben, dass man jetzt einen wichtigen Punkt verpasst hat. Auch wenn schon vorher klar ist, wer der gejagte ist, lässt das die Spannung nicht weniger werden. Ein tolles Katz- und Mausspiel.

Für mich ist „The Terminal List“ ein gelungener Rachethriller, der kaltblütig, plausibel und voller Wendungen ist. Wäre die Geschichte jetzt noch etwas kürzer, hätte das Buch die volle Punktzahl bekommen.


4180+gStjAL._SY200_.jpgJack Carr ist ein Action-Thriller-Autor, der genau weiß, worüber er schreibt. In seiner über 20-jährigen Laufbahn bei der Naval Special Warfare hat er sich vom SEAL-Scharfschützen zum Truppenführer hochgearbeitet. Er erlebte weltweit viele Einsätze, zuletzt als Kommandant einer Spezialeinheit der US-Truppen im südlichen Irak. Mit THE TERMINAL LIST verwirklichte er sich den großen Traum, einen Roman basierend auf seinen Erfahrungen an der Front zu veröffentlichen. Sein Debüt eroberte auf Anhieb die Bestsellerlisten. Nach begeisterten Kritiken von Kollegen und Presse, die ihn bereits mit seinen literarischen Vorbildern Stephen Hunter, Tom Clancy und Vince Flynn vergleichen, arbeitet er aktuell an weiteren Abenteuern um seinen raubeinigen Helden James Reece. Jack Carr lebt mit Frau und drei Kindern in Park City, Utah.

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