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Rezension: Schattentour

Schattentour, Rezension: Schattentour

Hintergrund:

Ich war in den letzten Wochen öfter auf der Homepage vom Mainbookverlag. Zum Einen um etwas Inspiration und Lust auf mehr zu bekommen. Zum Anderen, weil ich auf der Suche nach einem tollen, düsteren Thriller war. Doch bei Mainbook findet man viel mehr:

Erhellende, spannende, lustige, ernste, traurige, kritische Stoffe – wir schauen hin. Wir schauen dahinter. Wir schauen genau.

Nach einiger Zeit bin ich dann auf das Buch von Jessica Swiecik „Schattentour“ aufmerksam geworden. Mein erster Gedanke war „Mhh… Auf eine Schattentour hätte ich jetzt schon Lust!“ Und am Ende konnte mich das schaurige Cover mit einem verkommenden Zimmer, indem nur ein Stuhl und ein Bett mit Frauenschuhen davor steht, überzeugen.

Inhalt:

Schattentour, Rezension: SchattentourShannon, Malte, Lara und Adam sind Urban Explorer. Sie gehen regelmäßig gemeinsam auf sogenannte Urbex-Touren, um sich alte, längst vergessene Gebäude anzuschauen, Fotos zu machen und in die Vergangenheit dieser Lost Places abzutauchen. Im Internet wurden sie auf das „Unus“ aufmerksam, einst ein Luxushotel, das seit vielen Jahren einsam und verlassen im Wald in der Nähe Frankfurts ruht. Doch schnell stellen sie fest, dass sie dort nicht allein sind. Ein Geisterjägerteam hat sich diese Nacht für ihre paranormalen Untersuchungen ausgesucht. Beide Gruppen merken schnell, dass mit dem Hotel etwas nicht stimmt. Sie finden seltsame Gästebucheinträge und Lebensmittel, die noch haltbar sind, obwohl das Hotel vor über 20 Jahren geschlossen wurde. Das „Unus“ ist noch am Leben und verbirgt ein tödliches Geheimnis!

Fazit:

Eine kühle, angenehme Abendbrise wehte ihnen entgegen, legte sich wie eine zweite Haut auf ihre Gesichter und hinterließ ein glückseliges Gefühl.

Eine Beschreibung, die sehr locker und luftig in das Buch einleitet. Ist das die Ruhe vor dem Sturm oder nur heiße Luft? Weder noch! Von der Spannung her ist das Buch wirklich sehr angenehm zu lesen. Für manche vielleicht sogar etwas zu entspannt, für mich allerdings genau richtig.

Auf dem Klappentext wird extra viel Wert auf die Urban Explorer gelegt. Leider geht dieses Thema im Buch etwas unter. Es wird zwar behandelt, allerdings nur sehr oberflächlich. Es hätten meiner Meinung nach auch stink normale Jugendliche sein können, die einfach nur abenteuerlustig sind.

Bei dieser Geschichte gefällt mir vor allem der Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr lebhaft und sorgt dafür, dass man mit großer Interesse und Freude weiterlesen will. Hier einige Beispiele.

Mit langsamen bedachten Schritten, als habe er Angst die hölzernen Stufen könnten unter seinem Fliegengewicht durchbrechen, schlich er nach oben.

Wieder tauchte die draufgängerische Blondine vor ihrem geistigen Auge auf.

Der blasse, junge Mann sah wütend aus wie ei Vulkan kurz vorm Ausbrechen

Der Knackpunkt in diesem Buch ist, dass man nie weiß, wer auf der guten Seite steht und wer sich hinterhältig und arglistig gegen die Anderen stellt. Wer sich also gerne als Einsteiger in das Thrillergenre wagen möchte, sollte mit diesem Buch anfangen.

Kommentar:

Jessica Swiecik, geborene Nieber, erblickte 1990 das Licht der Welt und lebt heute mit ihrem Mann und ihrem gemeinsamen Chihuahua im beschaulichen Schlangenbad. Seit 2012 widmet sie sich vollständig ihren Kurzgeschichten und Büchern. Sie hat bereits bei mehreren Schreibwettbewerben gewonnen und ist in zahlreichen Anthologien vertreten. Weitere Veröffentlichungen bei mainbook: „Liebesteufel“, Thriller, 2014

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