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Rezension: Patientenrache

Olaf Jahnke, Rezension: Patientenrache

Hintergrund:

Auf der Suche nach einem Krimi habe ich mich auf Homepage des Größenwahn-Verlages umgeschaut.

Über den Wolken …
… so dachten wir im Jahr 2009, müsste die Freiheit grenzenlos sein und gründeten in einem ambitionierten Anfall von Größenwahn einen Verlag.

Dort wo die Freiheit grenzenlos scheint, da findet man doch bestimmt auch einen Krimi, der einen vom Hocker haut. Ich habe mich für das Buch „Patientenrache“ entschieden, weil mich das Cover mit dem herunterlaufenden Blut angesprochen hat!

Inhalt:

Olaf Jahnke, Rezension: PatientenracheUnbekannte verprügeln im Frankfurter Bahnhofsviertel einen Mann und verletzen ihn schwer. Einige Tage später wird in Bad Homburg ein anderer Mann auf offener Straße zusammengeschlagen und auf die Intensivstation gebracht. Obwohl beide Opfer Sachbearbeiter bei der gleichen Wiesbadener Versicherung tätig waren, glaubt die Polizei nicht an einen Zusammenhang. Doch dem Zufall bleibt bei der Abteilungsleiterin selten etwas überlassen und somit beauftragt sie Privatermittler Roland Bernau mit dem Fall. Während seiner Recherchen in den Akten der Versicherung wird dem agilen Ex-Polizist schnell klar, dass es sich bei den Schadensfällen, an denen die beiden Männer zuletzt gearbeitet hatten, um Probleme in Kliniken handelte, und zwar hauptsächlich im Taunus. Ein Termin mit dem ehemaligen Chefarzt, Prof. Dr. Krahe, dessen Meinung öfters von Richtern und Staatsanwälten angeforderte wurde, soll Informationen und Einblicke für den Ermittler bringen. Doch der inzwischen deutlich über siebzig Jahre alte Mann wird kurz vorher vor einem Bordell brutal geschlagen und stirbt. Wer sind die Angreifer, die auf einem auffälligen Motorrad davonfuhren?
Und was hat der pensionierte Chefarzt aus Fulda mit dem Frankfurter Rotlichtviertel zu tun?

Fazit:

Sein Gesicht war nicht schön anzusehen. Die Augen zugeschwollen, die Lippen aufgeplatzt, eine Strähne klebte blutverkrustet an der Stirn. Aber Johannes Schneider lebte.

Seit langem endlich mal wieder ein Einstieg, der mich direkt an das Buch fesselt! Dabei lässt die Spannung nicht ab und zieht sich wie ein roter Faden bis an das Ende der Geschichte.

Aber auch die Idee des Buches finde ich gut gelungen. Überfalle auf Mitarbeiter einer Versicherung. Das könnte auch in der Realität so stattfinden, denn sind wir mal ehrlich, wir ärgern uns doch alle sehr ungern mit Versicherungen rum. Die wollen doch sowieso nichts zahlen. Daher hat diese Idee auch für einen kleinen Schmunzler gesorgt.

Der Schreibstil von Olaf Jahnke ist sehr angenehm und sorgt dafür, dass man das Buch flüssig und sehr zügig durchlesen kann. Mir gefällt auch die sehr bildhafte Darstellung der Orte und der Figuren. Insgesamt ist es ein Buch, bei dem man sehr gut miträtseln kann und dabei immer wieder von interessanten Wendungen überrascht wird!

Die Geschichte wird dabei nicht unnötig kompliziert erzählt und zu sehr verschachtelt. Es macht Spaß diesen lockeren Krimi zu entdecken, der auch ohne überheblichkeiten auskommt. Für mich eine willkommene Abwechslung! Müsste ich Sterne vergeben, dann würde ich in diesem Fall 4 von 5 Sternen geben!

Kommentar:

Olaf Jahnke
1963 in Uelzen geboren, lebt seit 1982 in Hessen. Geschrieben hat er schon früh. Zuerst für die Schülerzeitung, danach für die Lokalzeitung, später erschienen seine Artikel in überregionalen Zeitungen. Nach sieben Jahren bei der Fernsehproduktion der FAZ wechselte er zum Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen. Olaf Jahnke arbeitet als Kameramann und Reporter für den Hessischen Rundfunk in Frankfurt.

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