Rezension: Paketbombe

41DyvcUiTNL._SX298_BO1,204,203,200_Verlag: Gmeiner
Autor: Matthias P. Gibert
Titel: Paketbombe
Genre: Krimi
Seiten: 342
Preis: 13,99 €

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Inhalt:

Bruno Rühlemann wird vor seinem Haus in Kassel erschlagen aufgefunden. Der mit Preisen überhäufte Enthüllungsjournalist hatte einige Wochen beim größten Online-Buchhändler der Welt gearbeitet. Recherchierte er dort für sein nächstes Buchprojekt? Wollte er so mehr über die angeblich unmenschlichen Arbeitsbedingungen herausfinden? Hauptkommissar Paul Lenz und sein Kollege Thilo Hain stehen vor vielen Fragen. Und dann versucht auch noch jemand, ihre Ermittlungen zu torpedieren.


Fazit:

Bruno Rühlemann erhob sich aus der Badewanne, frottierte seinen Körper ab und stieg anschließend in seine aus grauem Filz gemachten Hausschuhe. Mit einem Lied auf den Lippen trat er vor den Kleiderschrank, suchte die Garderobe für den Abend aus und legte sie auf der Kommode ab.

Anfangs  entwickelt sich eine zwar komplizierte, aber dennoch glückliche Beziehung zwischen Bruno und einer Mitarbeiterin von Everest. Doch das Blatt wendet sich relativ schnell. Bruno ist nämlich gar nicht der, für den er sich ausgibt.

Nach seiner Beichte und das Liebesgeständnis zu der Mitarbeiterin scheint fast alles perfekt zu werden. Sie ist bereit ihren jetzigen Freund zu verlassen und mit Bruno glücklich zu werden. Aber kurz darauf wird er kaltblütig Niedergeschlagen. Und damit beginnt ein Krimi, der gesellschaftskritische Themen aufgreift.

Für mich ist es der zweite Krimi von Matthias und auch dieses mal gefällt mir seine kritische Art und Weise. Ebenso finde ich die Aktualität seiner Bücher wirklich toll. Dieses mal bekommt nicht nur der Datenschutz sein Fett weg, sondern auch ein Unternehmen, das ihre Mitarbeiter ausbeutet.

Auch wenn der Krimi locker formuliert ist und ich mich sehr gut durch die Seiten wälzen konnte, dürften anspruchsvolle Leser etwas enttäuscht werden. Miträtseln brauchte ich nicht wirklich, denn viele Verdächtige standen nicht zur Auswahl. Ebenso sind manche Actionszenen weniger an die Realität angepasst.

Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich weniger Anspruchsvoll bin und mir der Unterhaltungswert einer Geschichte wichtiger ist. Wenn ich nach einem anstregenden Tag nachhause komme, möchte ich etwas abschalten und den Abend genießen. Und genau das kann man mit diesem Krimi. Geschickt verpackt, rasant und abwechslungsreich.

Bei den Figuren bin ich etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich die Ermittler Lenz und Hain etwas konturlos. Für mich heben sie sich von dem normalen Schreibstil von Matthias kaum ab. Aber auf der anderen Seite sind die Nebenfiguren umso besser gelungen, sodass sich das für mich wieder etwas ausgeglichen hat.

Weil für mich die positiven Aspekte doch überwiegen und mir der kritische Blick von Matthias sehr gefällt, gibt es von mir eine Empfehlung für den lockeren Krimileser. Dazu gehört u.a. auch meine Mama, die diesen Krimi ebenfalls gelesen hat. Auch sie findet die Geschichten von dem Autor gelungen.


Kommentar:

gibert-matthias-pMatthias P. Gibert, 1960 in Königstein im Taunus geboren, lebt seit vielen Jahren mit seiner Frau in Nordhessen. Nach einer kaufmännischen Ausbildung baute er ein Motorradgeschäft auf. 1993 stieg er komplett aus dem Unternehmen aus und orientierte sich neu. Seit 1995 entwickelt und leitet er Seminare in allen Bereichen der Betriebswirtschaftslehre. Mit seiner Frau erarbeitete er ein Konzept zur Depressionsprävention und ist mit diesem seit 2003 sehr erfolgreich für mehrere deutsche Unternehmen tätig. Seit 2009 ist er hauptberuflich Autor.

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