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Rezension: Nach der Party

Roman, Rezension: Nach der Party

Hintergrund:

Ich war mal wieder der Random House Verlagsruppe auf der Homepage auf der Suche nach einem guten Roman unterwegs. Ich wusste nicht zu 100% nach welchem Buch ich suchen sollte, es durfte aber kein Thriller sein, da ich nach der ganzen Aktion mal wieder etwas normales lesen wollte. Und dann ist es passiert.

Nach der Party“ hat mich wirklich auf den ersten Blick direkt angelächelt. Ich habe mich sofort in dieses nostalgische Cover verliebt. Als ich das Buch endlich in den Händen hatte, habe ich mich noch mehr gefreut, denn so ist es noch mal viel schöner!

Ich erwarte mir von dem Buch einen typischen verkaterten Sonntag, an dem man über all das am Vortag erlebte nachdenkt, über all das Pompöse, Obszöne! Eben eine Geschichte mit Ecken und Kanten! Sowie wie bei der Neuverfilmung von „The Great Gatsby“ mit Leonardo DiCaprio.

Inhalt:

Roman, Rezension: Nach der PartyTexas in den 1950er Jahren: Joan Fortier ist das Epizentrum der Welt der Schönen und Reichen von Houston. Groß, blond, atemberaubend schön und unabhängig, zieht sie alle Blicke auf sich. Jeder Mann scheint sich nach ihr zu verzehren, jede Frau ihr nachzueifern. Texas ist in diesen Tagen eine starr geordnete Welt. Das Geld sprudelt hier wie das Öl aus den Fördertürmen, aber Freiheit, Macht und Einfluss haben nur die Männer. Was aber, wenn eine Frau sich aus der Norm bewegt? Und wie wirkt sich das auf ihre beste Freundin aus? Cece Buchanan ist Joans Freundin seit Kindertagen. Sie hat sich der glamourösen Freundin verschrieben, mit Haut und Haaren. Früh verwaist, sehnt Cece sich nach Zuneigung und Anerkennung und lebt als Ehefrau und Mutter die Rolle, die Frauen in dieser Welt zugestanden wird. Doch in ihrer Verschworenheit mit Joan wird sie deren Komplizin und Zeugin ihrer Eskapaden, die bis an den Rand der Selbstzerstörung gehen. Bis Cece eine Entscheidung treffen muss mit Folgen für sie beide ….

Fazit:

1957. Joan saß bei mir im Wohnzimmer, auf meiner niedrigen orangefarbenden Couch, und nippte an einem Dirty Gin Martini, ihrem üblichen Drink. Es war ihr zweiter, aber Joan hatte schon immer wie ein Mann trinken können

Meine Erwartungen wurden durch und durch erfüllt. Es ist wirklich eine sehr tolle Geschichte, die auch hinter die Fassade der Reichen zu der Zeit schaut. Durch den etwas distanzierten und schnörkellösen Schreibstil wird eine sehr tolle Stimmung, die zu der Zeit fabelhaft passt, erzeugt.

Der Blick wird nicht nur auf private und gesellschaftliche Abhängigkeit gelegt, sondern auch auf die Gefühle der Charaktere. Man kann sich wirklich sehr gut in das Buch hinein denken. Ich bin noch nie so derartig ins Träumen geraten wie bei diesem Buch.

Auch wenn sich die Geschichte zwischen 1950 und 1958 abspielt und die Autorin zwischen diesen Jahren immer wieder hin und her springt, stört das beim Lesen nicht weiter, da die Geschichte nach und nach aufgeklärt wird.

Aber es gibt kleine Abzüge in der B-Note. Für mich ist das Buch etwas zu sehr in die Länge gezogen. Man hätte es auch etwas kürzer fassen können. Aber wenn man sehr viel Zeit und Geduld mitbringt, ist es ein sehr schöner Roman, mit dem man sich perfekt aus dem stressigen Alltag entfernen kann!

Kommentar:

A. Beatrice DiSclafani, 34 Jahre alt, wuchs in Florida auf. Sie lebt mit Mann und Kind in St. Louis und lehrt an der Washington University Creative Writing. Sie gilt als eine der herausragenden neuen jungen Erzählstimmen. Nach der Party ist ihr zweiter Roman, der Presse und Publikum begeisterte.

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