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Rezension: Liebesteufel

Liebesteufel, Rezension: Liebesteufel

Hintergrund:

Endlich mal wieder etwas aus dem Mainbookverlag! Ich habe mir schon eine gefühlte Ewigkeit kein Buch mehr aus dem Verlag durchgelesen.

Verleger Gerd Fischer hat den mainbook Verlag 2010 zunächst als Eigenverlag gegründet, um seine „Kommissar Rauscher“-Krimis zu veröffentlichen. Daher rührt auch der Schwerpunkt des Verlages, die Spannungsliteratur.

Als ich das Buch „Liebesteufel“ entdeckt habe, bin ich mir nicht ganz sicher gewesen, was ich davon halten sollte. Ein Liebesteufel, was ist das? Angetrieben von der Neugierde, habe ich mich also für dieses Buch entschieden!

Inhalt:

Liebesteufel, Rezension: LiebesteufelLilly Büllow führt ein langweiliges und zurückgezogenes Leben als Zimmermädchen im Schlangenbader Hotel Auenblick. Das einzige, was ihr Freude bereitet, sind die Zimmer der Gäste, in denen sich so manch schmutzige Geheimnisse verbergen. Als ein bekannter Thrillerautor namens Viktor Dreissinger im Auenblick eincheckt und zeitgleich Juli, die Tochter der Hotelbesitzerin, von ihrer vermissten besten Freundin Laura berichtet, schrillen bei Lilly die Alarmglocken. In der Gegend um Wiesbaden sollen in den letzten Monaten mehrere Mädchen verschwunden sein. Die Polizei geht davon aus, dass sie von zu Hause ausgerissen sind, doch weder Lilly noch die freche Teenagerin Juli können dies glauben. Als Lilly Viktor Dreissingers Hotelzimmer aufräumt, ist sie entsetzt: Auf dem Schreibtisch steht Lauras silberner Laptop, aufgeklappt, mit einer sonderbaren Geschichte darauf.

Fazit:

Es war immer das Gleiche mit den jungen Dingern. Im Internet gaben sie sich reif und verführerisch, doch wenn es dann zu einem Treffen kam, lag ihr Innerstes plötzlich vor ihm auf einem Präsentierteller.

Ein Einstieg in das Buch, der in meinen Augen gelungen ist. Von Anfang ist dieses Kribbeln in mir, das unbedingt mehr erfahren möchte. Meine anfängliche Neugierde hat nocheinmal etwas zugenommen und ich habe mich mit viel Freude durch das Buch geschlagen.

Immer wieder trifft man auf tolle Beschreibungen unterschiedlicher Sachen, hier ein paar Beispiele:

Das Laken war weiß wie die Unschuld und so rein, dass Lilly sich komisch dabei vorkam, es mit ihren so gewöhnlichen Händen zu berühren.

Das große Bett in dem riesigen Hotelzimmer war so weich, dass Viktor gar nicht aufstehen wollte und sich danach sehnte, sein Leben schlafend an diesem Ort zu verbringen.

Die Worte kamen direkt aus seinem Herzen, sein Verstand war in diesem Moment ausgeschaltet

Die Art und Weise wie die Autorin schreibt, finde ich bemerkenswert. Die Geschichte ließt sich locker und luftig, mit einer Portion Freude. Aber auch die Spannung, die Abwechslung, das Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung, ist der Autorin gut gelungen.

Die Charaktere sind solide ausgearbeitet. Am Besten hat mir der Täter gefallen, der immer wieder mit seinem Wechselbad der Gefühle für panische Lesestunden sorgt. Zum Glück ist Lilly das komplette Gegenteil, die Unschuld in Person. Damit sorgt sie dementsprechend für ruhige Lesephasen. Viktor dagegen finde ich etwas schwach, aber das stört nicht weiter!

Auch wenn das Ende des Buches wirklich durchdacht ist, kommt man doch schon vorher auf die Auflösung. Es gibt zwar keinen großen Überraschungseffekt, doch trotzdem habe ich das Buch vermissend aus der Hand gelegt.

In meinen Augen ist die Geschichte ein gelunges Debüt der Autorin. Ich würde abzüglich einer kleinen B-Note 4 von 5 Sternen vergeben.

Kommentar:

Jessica Swiecik, geborene Nieber, erblickte 1990 das Licht der Welt und lebt heute mit ihrem Mann und ihrem gemeinsamen Chihuahua im beschaulichen Schlangenbad. Das Schreiben hat sie von Kindheitstagen an begleitet und seit ihren Abitur im Jahre 2012 widmet sie sich vollständig ihren Kurzgeschichten und Büchern. Sie hat bereits bei mehreren Schreibwettbewerben gewonnen und ist in zahlreichen Anthologien vertreten. Neben dem Schreiben liest die bekennende Vegetarierin gerne, verbringt viel Zeit mit ihrem Mann in der Natur und betreibt einen Bücherblog (www.jessireneleseratten.blogspot.de).

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