Rezension: Last Shot

IMG_20190922_183843_362.jpgVerlag: Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 01.07.2019
Genre: Thriller
Seiten: 368
ISBN: 978- 3426306420
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Inhalt

Es passierte auf den Weg von Berlin nach München, als Dima entsetz feststellen musste, dass seine Familie kaltblütig von einem Profi erschossen wurde. Dabei wollte der Sohn eines Bordellbesitzers doch nur schnell auf die Toilette an einem Rasthof. Während der Täter kurzerhand einen Sanitäter entführt und flieht, ermittelt die Polizei in diesem grausamen Fall. Doch darauf kann Dima nicht warten, er entscheidet sich auf eigene Faust den Täter zu finden, denn seine jüngste Schwester, Mathilda, ist noch am Leben. Eine atemberaubende Verfolgungsjagd beginnt, bei der am Ende wirklich alles auf dem Spiel steht.


Fazit

Von Anfang an habe ich gemerkt, dass sich Hazel in ihrer Wortwahl präzise und tödlich ausdrücken kann. Mal ruhig, mal temporeich, aber vor allem sehr bildhaft. Ich konnte mir jede Situation sehr genau vorstellen, sodass ich die Morde, die Willkür der Taten, hautnah spüren konnte. Die Figuren werden dabei immer direkt zu ihrer Einführung in einer Kurzvita beschrieben und die haben es in sich. Hier fällt keine Person oberflächlich oder klischeehaft aus. Sie alle haben ihre Ecken und Kanten, ihre Leichen im Keller.

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Aber auch das Grundkonzept, dass die Geschichte abseits der gesellschaftlichen Norm spielt, genau gesagt, im Rotlichtmilieu, finde ich gut. Es lässt eben genau den Spielraum zu, um den Figuren genau diese abgefuckte und abgeklärte Ader mitzugeben, das Chaos völlig auszuleben. Dabei verzettelt sich Hazel in der Konstruktion der Geschichte nicht und der rote Faden zieht sich bis zum Schluss durch.  Was mit Mord beginnt, endet in einer dramatischen Familietragödie aus Rache, Lügen und Leidenschaft.

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Anfangs dachte ich noch, dass die Story nur durch ihre teilweise überzogene Action lebt, doch da wurde ich mit jeder gelesenen Seite eines besseren belehrt. Die Geschichte geht überraschend voran und wird mit jeder gelesenen Seite doch tiefgründiger als erwartet. Es mischen sich unterschiedliche Facetten, unterschiedliche Emotionen zu einer atemberaubenden Geschichte zusammen, die es definitiv wert ist gelesen zu werden. Am Ende wollte ich die Story gar nicht mehr aus der Hand legen.


Autor

Hazel Frost Hazel Frost, Jahrgang 1971, studierte Anglistik und Philosophie, sortierte Wühltische in Kaufhäusern, verkaufte Paketreisen und Versicherungen. In Frankreich führte sie Meinungsumfragen durch, in den Vereinigten Staaten verschrieb sie sich dem Clogging, und in Deutschland moderierte sie eine Live-Sendung im Fernsehen. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der hessischen Provinz.

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