Rezension: Hillarys Blut

9783734994142Verlag: Gmeiner
Autor: Claudia Rossbacher
Titel: Hillarys Blut
Genre: Thriller
Seiten: 316
Preis: 14,00€

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Inhalt:

Was geschieht, wenn auf einer kleinen Karibikinsel zu wenig Menschen sterben? Zu wenig Menschen, die ihren Leichnam der Medizin zur Verfügung stellen? Was, wenn deshalb Prämien für Körperspenden ausgesetzt werden? 3.000 US-Dollar für jede Leiche, die den Studenten die faszinierende Welt der Anatomie eröffnet. Als die deutsche Touristin Sonja Podolski in Antigua landet, ahnt sie noch nichts von den mörderischen Intrigen der Schönen und Reichen, die schließlich auch sie in Lebensgefahr bringen …


Fazit:

Sonja rekelte sich auf ihrer Strandliege, den Blick auf das türkisfarbene Meer gerichtet. Winter in der Karibik.

Die Kulisse in diesem Thriller ist schon ziemlich atemberaubend, stilvoll und luxuriös. Eine Welt voller Reichtümer, gutes Essen und Champagner. Dabei konnte ich mich gut in dieses Luxusleben hinein denken, denn Claudia Rossbacher beschreibt die Szenerie bildhaft und nicht zu übertrieben.

Und auch die kontroverse Thematik der Körperspenden ist gut in diese Geschichte eingeflochten. Sonja Podolski will von ihrem alten Leben abschied nehmen und lässt alles, samt Freund, hinter sich und fängt in Antigua vorerst ein neues Leben an. Dort gerät sie schnell an Hillary und Greg Darnell und über sie lernt Sonja an Jeff, den Chefarzt aus der Gegend, kennen. Ein Frauenheld und vor allem ein Gauner, der nebenbei Deals mit der ansässigen Uni über Körperspenden aushandelt. Jedoch weiß sie davon nichts und verliebt sich nach und nach in Jeff. Das Potenzial für einen spannenden Thriller ist also mehr als gegeben.

Allerdings konnte mich die Story weniger durch ihre Spannung packen, sondern mehr durch ihre lockere Atmosphäre. Der Thriller ist relativ entspannt, flach und nicht sehr anspruchsvoll geschrieben. Doch trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht die Geschichte weiter zu entdecken. Gerade weil sich das Buch einfach so weg lesen lässt, konnte ich sehr gut den Alltag ausblenden. Ebenso finde ich die Thematik des Buches äußerst spannend. Und man merkt deutlich, dass sich Claudia auf diesem Gebiet sehr gut informiert hat.

Die Charaktere sind zwar spannend angelegt, jedoch transportieren sie ihre Geschichten in den Dialogen nicht zu 100% authentisch. Alle haben interessante Vergangenheiten, so wie z.B. auch Greg, der einst selbst spielsüchtig war und nun ein Millionen schweres Onlinecasino führt. Doch trotzdem ist mir das Verhalten der Figuren zu oberflächlich. Und die Sexszene mit dem Frauenheld Jeff hätte Claudia besser weglassen sollen. Zitat: „Als sie schließlich mit einem kehligen Schrei kam, wollte Jeff sich nicht länger beherrschen. jetzt ging er ab wie ein Rakete,…“

Die Story eignet sich also für Leser, die es lieben, wenn man locker unterhalten wird. Anspruchsvolle Leser sollten dagegen eher vorsichtig sein.


Kommentar:

B1YS4o6+KbS._US230_.jpgClaudia Rossbacher, geboren in Wien, zog es nach ihrem Tourismusstudium in die Modemetropolen der Welt, wo sie als Model im Scheinwerferlicht stand. Danach war sie Texterin, später Kreativdirektorin in internationalen Werbeagenturen. Seit 2006 arbeitet sie als freie Autorin vorwiegend krimineller Literatur in Wien, neuerdings auch in der Steiermark. Ihr Kriminalroman ‚Steirerblut‘ wurde für den ORF verfilmt. Auch die Folgebände mit LKA-Ermittlerin Sandra Mohr konnten sich monatelang in den österreichischen Bestsellerlisten behaupten. ‚Steirerkreuz‘ wurde zudem mit dem ‚Buchliebling 2014‘ ausgezeichnet. Weitere Steirerkrimi-Verfilmungen für die ORF-Landkrimireihe sind in Arbeit.

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