Rezension: Falschspiel

9783839224243Verlag: Gmeiner
Autor: Silvia Stolzenburg
Titel: Falschspiel
Genre: Thriller
Seiten: 278
Preis: 11,99 €

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Inhalt:

Nachdem Mark Becker aus dem Dienst bei der Bundeswehr ausgeschieden ist, entscheidet er sich dazu, in die Securityfirma eines ehemaligen Kameraden einzusteigen. Die Auftragsbücher sind voll. Unter anderem muss ein Sicherheitskonzept für den Cannstatter Wasen erstellt werden. Als Mark durch Zufall eine Wanze in seinem Wagen entdeckt, keimt ein Verdacht in ihm auf. Galt ein eben erst vereitelter Anschlag ihm? Mit Hilfe eines Freundes beschließt er, den Lauschern eine Falle zu stellen. Da explodiert eine Handgranate in einem Festzelt auf dem Wasen …


Fazit:

„Bitte! Ich habe verstanden, was ihr wollt. Lasst mich gehen!“ Die Stimme des jungen Mannes überschlug sich vor Furcht. Er hob flehend die Hände und sah sich angstvoll um.

Für mich ist der Einstieg in das Buch gelungen. Spannend und überschlagend von der Ereignissen her, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte. Und auch im weiteren Verlauf reißt der Spannungsbogen durch den lockeren Schreibstil von Silvia nicht ab. Neben der Spannung konnte mich das Buch aber auch durch seine leichte Kitschnote unterhalten.

Mark und die Ermittlerin Lisa kennen sich schon länger und eigentlich findet Sie ihn ja total doof. Doch die Realität zeigt etwas anderes. Lisa ist doch etwas mehr angetan von Mark. Und wie es der Zufall so möchte, verwebt sich die Story um diese zwei Personen. Sie ermittelt zuerst in einem langweiligen Mordfall, der sich dann doch als sehr brisant herausstellt und Mark heuert bei seinem Kumpel in der Security Firma an, um die Wasen mitzuorganisieren. Nach und nach verschwimmen diese Handlungsstränge authentisch und nachvollziehbar ineinander.

Kennt ihr das, wenn ihr nur tröpfchenweise Informationen bekommt, aber unbedingt wissen möchte, was wirklich dahinter steckt? Silvia hat es geschafft mich von Anfang an des Buches in ihren Bann zu ziehen. Aber auch als die Handgranate explodiert, verpackt sie das so, dass man akribisch mitfiebert, wer dahinter steckt. Sie legt verschiedene Spuren und lässt einen Hinter die Kulissen der verschieden Akteure gucken, sodass man mit jeder gelesen Seite immer tiefer in das Netzt aus Rache gelangt.

Aber auch die kurzen Kapitel haben zu meiner Lesefreude beigetragen. Und auch der Fakt, dass das Buch bereits Band 3 ist, hat mich nicht weiter gestört. Klar, hier und da fehlen kleine Informationsfetzen, doch das ist nicht weiter schlimm. Man kann das Buch daher auch sehr gut als eigenständige Geschichte lesen.

Der Thriller macht definitiv Lust auf mehr und konnte mich sehr unterhalten. Wer allerdings eher eine Story sucht, die einen mehr als vom Hocker haut, der bekommt mit „Falschspiel“ „nur“ ein kleines Abenteuer. Die Figuren macht zwar Spaß und man kann sich schnell mit ihnen identifizieren, allerdings sind mir die Ecken und Kanten zu wenig ausgeprägt.

Nichts desto trotz kann ich dieses Buch weiterempfehlen. Es ist macht Spaß, es überrascht und lässt den Puls mit jeder gelesenen Seite etwas höher schlagen.


Kommentar: 

burgmauer.jpgDr. phil. Silvia Stolzenburg studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie dort über zeitgenössische Bestseller. Kurz darauf machte sie sich an die Arbeit an ihrem ersten Roman. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitet sie als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb, fährt leidenschaftlich Rennrad und recherchiert vor Ort bei der Bundeswehr, dem SEK und der Gerichtsmedizin – immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken.

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