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Rezension: Die Wand der Zeit

Roman, Rezension: Die Wand der Zeit

Hintergrund:

Nach all den Thrillern und den extremen Büchern aus dem Festa-Verlag, wird es endlich auch mal wieder Zeit einen normalen Roman zu lesen. Dieses Mal habe ich beim Kunstmannverlag auf die Suche begeben. Aber ich wollte kein Liebesroman lesen, sondern eher irgendetwas, dass mich über die verschiedensten Dinge des Lebens nachdenken lässt.

Ich habe mich für „Die Wand der Zeit“ entschieden, weil mich das Cover mit dem tollen Titel überzeugen konnte. Es wirkt wie ein Spiegel zwischen zwei Welten und ich bin schon jetzt gespannt, was auf mich zukommt.

Inhalt:

Roman, Rezension: Die Wand der ZeitAuf einer einsamen Insel, die in Regen und Nebel versinkt, lebt ein Mann, Bran. Verbannt von denen, deren Anführer er war, ritzt er seit zehn Jahren ein Zeichen für jeden vergangenen Tag in die Felswand seiner Höhle, teilt sich die kargen Ressourcen der Insel für den Rest seines Lebens ein. Bis ein rätselhafter Fremder auftaucht und alte Erinnerungen und Sehnsüchte aufrührt. Bran beschließt, in seine Heimat zurückzukehren, auch wenn ihm dort die Hinrichtung droht

 

 

 

 

Fazit:

Es regnet hier seit zehn Jahren. Ich führe eine genaue Chronik und brauche nicht zu fürchten, dass man mich widerlegt.

Und schon fühle ich mich wie Robinson Crusoe, der einsam auf einer Insel lebt und sich über Gott und die Welt Gedanken macht. Für mich ist das ein toller Einstieg. Man weiß schon hier, dass es ein Buch zum Nachdenken wird!

Ein Mann der ganz alleine auf einer Insel im unendlichen Ozean lebt. Ein verstoßener des eigenen Volkes. Früher war er der Marshall von Bran. Eine Geschichte über vergessene Kulturen, Ruinen unter dem Meeresspiegel und verlassene Gebäude. Aber vor allem ein Überlebenskampf über zehn Jahre bis ein fremder auf der Insel erscheint.

Für mich wirklich ein gelungener Debütroman über die Themen Schuld, Verlust und Erinnerung. Teilweise bin ich aus der Realität richtig abgedriftet und habe mich voll und ganz in dem Buch wiedergefunden. Eine Geschichte, die den Sonntag einnimmt und einem viel Freude und Tiefgründigkeit bieten kann.

Allerdings finde ich den Schluss mit der Moorleiche und der eingebauten Legende etwas zuviel des Guten. Es soll zwar die Botschaft des Buches klar und deutlich unterstreichen, doch in meinen Augen ist das etwas zu viel. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Jedoch fasziniert mich das Buch auch nach dem Lesen immer noch. Als ich es aus der Hand gelegt habe, habe ich noch immer über die Geschehnisse nachgedacht. Ein schöner Roman, der vor allem für die kalte Jahreszeit geeignet ist!

Kommentar:

Alastair Bruce wurde in Port Elizabeth, Südafrika, geboren und studierte an der Universität Kapstadt zunächst Naturwissenschaften, dann Englische Literatur. Er lebt seit über zehn Jahren in London. »Die Wand der Zeit« ist sein erster Roman.

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