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Rezension: Die Monarchos

Die Monarchos, Rezension: Die Monarchos

Hintergrund:

Auf der Suche nach einem normalen oder sogar unterhalsamen Roman habe ich mich beim Mainbookverlag umgeguckt.

Erhellende, spannende, lustige, ernste, traurige, kritische Stoffe – wir schauen hin. Wir schauen dahinter. Wir schauen genau.

Damit habe ich große Hoffnungen in meine Suche gelegt. Und ich wurde nicht enttäuscht! „Die Monarchos„, eine Geschichte, die genau nach meinem Geschmack sein könnte. Aus einer schnellen Idee heraus etwas auszuprobieren und gucken, wie weit man damit kommt – ich bin gespannt!

Inhalt:

Die Monarchos, Rezension: Die MonarchosEigentlich war alles Natalies Idee. Hätte sie Robert nicht vom bevorstehenden Staatsbesuch des Thronfolgerpaars erzählt, wäre er nie mit seiner Freundin in die Frankfurter Innenstadt gezogen, hätte nie den triumphalen Empfang der Menge erlebt und nie versucht herauszufinden, ob die Begeisterung der Menschen nicht noch größer gewesen wäre, wenn es sich bei dem jungen Paar um die eigenen Thronfolger gehandelt hätte. So aber wird Robert neugierig und gründet in einem sozialen Netzwerk die Monarchos: eine Gruppe mit dem Ziel, eine neue deutsche Monarchie zu errichten.
Die Resonanz ist zunächst verhalten. Doch dann wird aus der kleinen Bewegung eine unaufhaltsame Welle: Die Mitgliederzahl der Monarchos wächst mit jedem Tag. Die Medien beginnen sich für Robert zu interessieren, vor allem die Journalistin Sonja Gerber, die hier ihre ganz große Chance wittert. Die Oppositionsparteien versuchen das Thema für sich auszuschlachten. Die Rechten wollen die Monarchiebewegung unterwandern. Bis die Regierung schließlich nicht mehr anders kann, als Nägel mit Köpfen zu machen.  Als dann auch noch Roberts Mutter in das Geschehen eingreift, ändert sich das Leben von Robert und Natalie schlagartig und wird nie mehr, wie es war …

Fazit:

Der Unterhaltungswert beginnt gleich zu Beginn des Buches:

Diese Geschichte ist erstunken und erlogen und wurde mit größtmöglicher Nachlässigkeit recherchiert. Sämtliche darin vorkommende Personen sind frei erfunden, sollte sie dennoch jemanden ähneln, ist das purer Zufall.

Wahrscheinlich dient es dem Autor nur als Absicherung, sodass man ihm am Ende nichts vorwerfen kann, aber mich begeistern solche Einstiege immer ein wenig. Die Geschichte ist also ein reines Gedankenspiel. Ein Gedankenspiel, das große Freude bereitet. Eine Idee, die es über einen Shitstorm in die breite Öffentlichkeit schafft und sich immer weiter ins komische entwickelt.

Dabei wird die Geschichte mit einer Leichtigkeit geschrieben, die mich direkt in den Bann des Buches gezogen hat. Überaus komplizierte Dinge werden locker auf die Schippe genommen! Aber gleichzeitig verwundert es mich auch, wie nah an der Realität diese Story ist. Gerade die Beschreibung der rechten Szene ist sehr realistisch.

Andreas Heinzel erzählt die Geschichte ohne große Umschweifungen und kommt immer diret auf den Punkt. Immer wieder werden passende Klischees mit eingebaut, die für kleine Lacher sorgen. Abwechslungsreich und sarakastisch, eine tolle Wochenendslektüre!

Kommentar:

Andreas Heinzel wurde 1962 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Germanistik, Politikwissenschaften und Geschichte und arbeitet seit Jahrzehnten erfolgreich als Texter und Kreativdirektor für nationale und internationale Werbeagenturen. Daneben ist er immer wieder auch als Sprecher zu hören und veröffentlicht mit „Die Monarchos“ nun seinen ersten Roman. Andreas Heinzel hat zwei Kinder und lebt mit seiner Frau in Frankfurt.

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2 thoughts on “Rezension: Die Monarchos Leave a comment

    • Hey Stefan,

      als normalen Roman bezeichne ich eine Story, die nicht im Krimi- oder Thrillergenre angesiedelt ist. Für mich werden in einem normalen Roman alltägliche Geschichten erzählt.

      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen 🙂

      Liebe Grüße
      Elias

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