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Rezension: Die letzte Borgia

Rezension, Rezension: Die letzte Borgia

Rezension, Rezension: Die letzte BorgiaVerlag: Insel
Autor: Sarah Dunant
Titel: Die letzte Borgia
Seiten: 514

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Inhalt:

Treten Sie ein in eine Welt des Glanzes, der Leidenschaft und der Intrigen – in die Welt Lucrezia Borgias und ihrer skandalösen Familie. Nach dem großen Erfolg von Der Palast der Borgia öffnet Sarah Dunant erneut die schweren Palasttüren und lässt uns einen Blick auf die berüchtigtste Familie Italiens erhaschen. Ein historischer Roman mit allen Finessen, so spannend wie Hilary Mantel, so atmosphärisch wie Eva Stachniak.

Es ist das Jahr 1502. Die Gerüchte um Lucrezia Borgia sind zahlreicher denn je, in den Straßen ganz Italiens hört man es raunen: von Lucrezias angeblicher Affäre mit ihrem Bruder Cesare, von der verbotenen Liebe zu ihrem Vater, dem Papst Alexander VI., von Mord und Orgien. Doch wo Lucrezia selbst auftaucht, verstummen die Stimmen – mit ihrer Anmut und ihrem Geschick verzaubert sie die Höfe Italiens. Und gut verbirgt sie dabei ihr Geheimnis, dass nämlich nicht jedes Gerücht unbegründet ist: Tatsächlich hat Cesare aus Eifersucht Lucrezias Ehemann ermordet, ihre große Liebe. Doch einer Borgia werden Wut und Trauer nicht nachgesehen, Lucrezia hat eine Aufgabe zu erfüllen: Eine neue Stadt wartet auf sie, eine neue Liebe und das nächste gefährliche Spiel um Macht und Reichtum.


Fazit:

Man konnte ihn nicht groß nennen, er war kaum eine Handbreit größer als sie und von drahtiger Statur. Sein pechschwarzes Haar war unmodisch kurz geschnitten, sein Gesicht, breit in Höhe der Augen, lief über eine schmale Nase bis zu dem glattrasierten Kinn spitz zu.

Schon beim Lesen der ersten Seiten habe ich gemerkt, dass sich Sarah Dunant sehr viel Mühe für die Recherche über die Borgia gemacht hat. Die Geschichte spielt im 15 Jahrhundert und man bekommt die Ereignisse abwechselnd aus der Sicht des Papstes Alexander der Sechste, Cesare und seiner Schwester Lucrezia erzählt. Dabei finde ich es gut gelungen, dass während des Lesens ein authentischer Ton der historischen Zeit mit schwingt.

Ebenso bekommt man einen guten Einblick, wie sich die Familie Borgia zu damaliger Zeit ihre Macht gesichert hat. Drohungen, Intrigen, Mord und Korruption sind dabei an der Tagesordnung. So wird Lucrezia auch nur als Spielball der Politik auf eine Reise durch Italien geschickt.

Auch wenn es für mich am Anfang des Buches schwierig gewesen ist, die Fülle an Informationen zu verarbeiten, habe ich mich nach kurzer Zeit daran gewöhnt und konnte so in eine völlig andere Welt eintauchen. Ich hätte nicht erwartet, dass Geschichte einen so großen Unterhaltungswert hat.

Dennoch gibt es für mich kleine Abzüge bei den Charakteren und den verschachtelten Sätzen. Die Figuren wirken auf mich recht oberflächlich. So ist es mir nicht einfach gefallen zu ihnen eine persönliche Bindung aufzubauen. Doch trotzdem kann ich dieses Buch weiterempfehlen, da die Ereignisse sehr lebhaft dargestellt werden und es große Freude macht in die Welt von Gerüchten und Machtsicherung einzutreten.


Kommentar:

Rezension, Rezension: Die letzte BorgiaSarah Dunant, 1950 in London geboren, studierte Geschichtswissenschaft. Die Journalistin, Radiomoderatorin und Kolumnistin veröffentlichte bereits mehrere Romane. Sie hat zwei Kinder und lebt in London und Florenz.

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