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Rezension: Die Dick – Tossek – Verschwörung

Buch, Rezension: Die Dick – Tossek – Verschwörung

Hintergrund:

Endlich mal wieder etwas aus dem Mainbookverlag. Auf der Suche nach einem normalen Krimi habe ich mich mal wieder auf der Homepage des Verlages herum getrieben.

Frankfurt – Hauptstadt des Verbrechens und die „kleinste Metropole der Welt“. Hier ist immer was los – hier spielt das Leben manchmal verrückt. 

Getrieben dieser Laune habe ich mich nach einem Buch umgeguckt, dessen Cover so unscheinbar wirkt. Fündig bin ich dann mit dem Buch „Die Dick – Tossek – Verschwörung“ geworden. Ein schwarzes Cover mit weißer Schrift und einer Pistole mit roten zügen. Unscheinbarer geht es nicht.

Inhalt:

Buch, Rezension: Die Dick – Tossek – Verschwörung„Die Dick-Tossek-Verschwörung“ ist die Geschichte des Auftragsmörders John und dessen Freundin, der Prostituier-ten Rosemarie O’Dowell. Das Paar hat dem König der Un-terwelt, Dick Tossek, sehr viel Geld gestohlen und ist nun auf der Flucht. Dabei kommen ihnen ein korrupter Polizist, die organisierte Kriminalität und weitere zwielichtige Ge-stalten in die Quere. Und bei all dem bleibt Dick Tossek, dessen wahre Identität niemand kennt, den beiden dicht auf den Fersen.

„Die Dick-Tossek-Verschwörung“ ist ein Krimi für Freunde des schwarzen Humors. Der Auftragsmörder John erzählt seine Geschichte als Ich-Erzähler und bezieht die Leser in das Geschehen ein. So mordet und leidet man Seite an Seite mit ihm.

Fazit:

Dieses Mal fange ich mal etwas anders an. Alleine die Figurenkonstellation: Ein Auftragsmörder, eine Prostituierte (seine Freundin), die zusammen den König der Unterwelt berauben. Korrupte Polizisten, Kriminelle und zwielichtige Gestalten, die gegen die Zwei antreten. Witziger und klischeehafter geht es doch gar nicht mehr! Hier, bei diesem Krimi soll der schwarze Humor im Vordergrund stehen und besser geht diese Aufstellung des Buches doch gar nicht dafür!

Schaut man sich als nächstes die Kapitel an, die z.B. „Der Betriebsunfall“ und „Pack den Spaten ein, Schatz!“ heißen, weiß man sofort, dass das Konzept des Autors Volker Bitzer voll und ganz aufgeht. Die Geschichte ist dabei in 3 Teile gegliedert und vollzieht sich auf 228 Seiten. In meinen Augen zwar etwas sehr knapp. Man hätte das Thema ruhig noch etwas weiter ausweiten können. Doch trotzdem ließt sich diese Story sehr spritzig.

Wie bereits erwähnt, heißt das erste Kapitel „Betriebsunfall“ und beginnt wie folgt:

Natürlich war es besser zu lügen. Stellen Sie sich vor, ich hätte Harry Barusha die Wahrheit gesagt. Was wäre dann passiert? Vermutlich hätte er keine Sekunde gezögert und sofort geschossen.

Ich finde diesen Einstieg absolut toll. Natürlich ist es besser zu lügen, wenn man überleben möchte. Aber gleichzeitig stellt sich auch die Frage „Was ist da bloß vorgefallen?“ und so ließt neugierig weiter.

Im zweiten Absatz wird es dann noch besser:

Obwohl man das als neutraler Beobachter der Szene bezweifeln durfte. Da war Blut, Blut, überall Blut. Und ich stand mitten drin.

Ich bitte euch, wem steht da die Kinnlade nicht fragend auf dem Boden? Bezieht man sich dann noch auf den Titel „Betriebsunfall“ kann man sich dem Lacher absolut nicht entziehen.

Mehr brauch ich zu diesem Buch gar nicht sagen, es geht die ganze Zeit so weiter und ich möchte nicht mit zu vielen Superlativen um mich schmeißen. Es ist ein absolut fantastisches Buch, das sich definitiv zu lesen lohnt. Dieses Buch steht bei mir für meinen Jahresrückblick bereits jetzt auf der Liste „Mein Lieblingsbuch!“

Kommentar:

Volker Bitzer wurde 1968 in Bremen geboren. Er lebt und arbeitet in Hamburg. „Die Dick-Tossek-Verschwörung“ aus dem Jahr 2016 ist das Ergebnis aus Bitzers Dick-Tossek-Trilogie. Sie besteht aus den Krimis „Sind Sie ein Freund von Dick Tossek?“, „Dick Tosseks Rache“ und „Auge um Auge mit Dick Tossek“, der als Abschluss der Reihe erstmals in der Trilogie veröffentlicht wird. Alle Bücher erscheinen im mainbook Verlag und liegen auch als E-Book vor. Weitere Veröffentlichungen von Bitzer sind die Kurzgeschichten „Das bunte Mädchen“ („Mordsmütter“, Anthologie) und „Der Schlaganfall“ („Die Letzte macht das Licht aus“, Anthologie).

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