Rezension: Der Schatten des Engelmachers

5102lxA+pcL._SX337_BO1,204,203,200_.jpgVerlag: Mainbook
Autor: Alexander Schaub
Titel: Der Schatten des Engelmachers
Genre: Krimi
Seiten: 238
Preis: 10,70 €

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Inhalt:

Es scheint ein normaler Fall zu werden. Thomas Martini soll einen vermissten Banker suchen, doch die Kripo findet ihn tot auf, praktisch vor Martinis Haustür. Einen Tag später taucht die zweite Leiche auf, vor dem Haus von Martinis bestem Freund Kommissar Carstens. Beide Leichen sind identisch gekleidet und haben einen Zettel in der Tasche mit dem Wort „KOMM!“ Ist das Wort eine Nachricht, ein Hinweis des Killers? Die Ereignisse spitzen sich zu, als an einem alten Tatort des Engelmachers zwei weitere Opfer gefunden werden. Alle Spuren führen zu einer Gemeinde am Sachsenhäuser Berg. Der Fall wird immer nebulöser. Jede Spur, die Martini und die Kommissare finden, wirft weitere Fragen auf wie die abgeschlagenen Köpfe einer Hydra. Zusätzlich kämpft Martini mit den Dämonen, die ihn seit dem Engelmacher-Fall verfolgen.
Warum werden nur Banker getötet? Was hat die Sankt Bonifatius-Gemeinde mit dem Fall zu tun? Und warum schaltet sich der BND in die Ermittlungen ein? Um dieses Rätsel zu lösen, erhält der Detektiv Hilfe von einer Psychologin, die nicht nur seine Ermittlungen beeinflusst …


Fazit:

Es war dunkel. Es war kalt. Es war feucht. Es war totenstill. Es war wie in einem Grab.

Oha, der Krimi von Alexander Schaub lässt absolut nichts anbrennen und schreitet mit jeder Seite immer weiter in Richtung Abgrund. Und der hat es in sich! Der neue Fall von Martini ist alles andere als normal und nichts für zartbesaitete Krimileser. Gleich zu Beginn wurde Thomas Martini entführt und eingesperrt. Das Ziel des Entführers? Martinis Tod! Mit diesem Prolog blieb mir quasi nichts anderes übrig, als die ganze Story zu erkunden.

Im letzten Teil ging es um einen Ritualmörder, der seinen Opfern Engelsflügeln anlegte und ihnen die Zunge heraus schnitt. In diesem Teil legt Alexander an Grausamkeiten noch eine Schippe drauf. Die Opfer werden in Zellen psychisch zermürbt, durch Strom im Boden gefoltert und anschließend dramatisch ermordet. Aber nicht nur die Art und Weise der Morde erhöhten die Spannung, sondern auch das Legen falscher Fährten haben mich zum Mitfiebern angestiftet.

Daraus ergibt sich ein drastisches Katz- und Mausspiel, das mit jeder Seite neue Details und Hinweise auf den Mörder liefert. Auch neben diesem Fall werden die Figuren, vor allem Martini logisch fortgeführt bzw. weiterentwickelt, sodass ich neue Seiten kennen lernen durfte. Zwischendrin menschelte es sogar ein wenig und Thomas Martinis gutes Herz wurde deutlicher. Also nicht nur harte Fassade.

Sollte irgendeiner aus irgendeinem Grund den Krimi vorzeitig abbrechen, dann verpasst er das absolute Highlight. Die Ereignisse überschlagen sich nicht nur etwas, sondern volle Kanne. Ein Schluss mit dem ich wirklich so gar nicht gerechnet habe, absolut fesselnd und mitreißend. Martinis Vergangenheit wird ihm wieder zum Verhängnis.

Mit dem zweiten Fall zum Engelmacher legt Alexander Schaub definitiv erfolgreich nach. Ich kann das Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen. Der Krimi ist rasant, abwechslungsreich, greift erfolgreich den Vorgänger auf und führt ihn gekonnt weiter.


Kommentar:

img-20170804-wa0004Der gebürtige Frankfurter Alexander Schaub erblickte 1969 das Licht der Welt. Bis 2014 lebte er in der Mainmetropole. Im April ´14 zog er mit seiner Traumfrau Corinna nach Hattersheim. Über zwanzig Jahre arbeitete Schaub in der IT und war für Netzwerke im Microsoft-Umfeld verantwortlich. Seit 2007 arbeitet er im technischen Support eines 3D Drucker Herstellers. Über sein Schreiben sagt er: „Ich liebe Serien mit einem roten Faden und so soll es auch mit meinen Büchern werden. Die Charakterentwicklung meiner Protagonisten ist mir enorm wichtig.“ Mehr Informationen über den Autor sowie anstehende Lesungen finden Sie unter: www.alexander-schaub.de

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