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Rezension: Der Sattel im Speckmantel

Der Sattel im Speckmantel, Rezension: Der Sattel im Speckmantel

Der Sattel im Speckmantel, Rezension: Der Sattel im SpeckmantelVerlag: Mainbook
Autor: Thorsten Fiedler
Titel: Der Sattel im Speckmantel
Seiten: 196

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Inhalt:

Das fette Runde muss aufs Dreieckige …

Wenn du in Radler-Hosen aussiehst wie ein Walfisch im Neoprenanzug … bergauf nicht dein Bereich ist … E-Bikes rechts und links an dir vorbeirauschen … du nach dem Radeln nicht mehr sitzen kannst und deswegen Stehkneipen bevorzugst … Der Teufel nicht nur im Detail, sondern auch dein Hintern im Sattel steckt … deine Fahrradklingel 10 Gramm wiegt, du aber 135 Kilogramm … aus dir und deinem Reifen die Luft raus ist … du froh bist, dass dein Sattel nicht sprechen kann … Baby-Creme dich am Leben hält … und wenn das Schönste an den Fahrradwegen die Biergärten sind, dann bist du bereit für die ironisch angehauchten, realen Erlebnisse von 6 Best-Age-Radlern auf ihren Bergab-Touren, die gefühlt leider nur bergauf gehen!


Fazit:

Irgendwie kennen wir uns schon alle ewig, teilweise aus der gemeinsamen Schulzeit, von privaten Veranstaltungen oder aus unserer sportlichen Glanzzeit, als wir gemeinsam bei dem sympathischsten Fußballverein der Neuzeit – Wacker Offenbach – rekordverdächtige Zeiten erlebten.

Gemeinsam machen sich die 6 Best-Age-Radler Leo, Gunter, Eric, Lars, Peter und Thorsten in feinster Radlermontur auf eine natürlich völlig unkomplizierte Fahrradtour. Zu Beginn werden die Protagonisten kurz vorgestellt und es sind alle Gruppentypen vertreten. Der Quotenraucher, der Planer, der Zeitverzögerer, der gute Geist, der Stratege und Thorsten (Der ehemaliger Wacker-Torwart. Passend zu seinem Namen „Torstehn“). Sein Humor ist wieder direkt ab der ersten Seite sichtbar. Flache – und ironische Witze, gepaart mit einer guten Portion Übertreibung.

So eine Fahrradtour braucht selbstverständlich eine gute Vorbereitung und eine sinnvolle Planung. Es soll nur bergab gehen, daher wollen sie sich auch auf eine Bergab-Tour begeben. Der Planer verspricht darauf Rücksicht zu nehmen, doch die Tour entpuppt sich als Bergauf-Tour. Vertraue also niemals einem Planer, der die tollsten Sachen verspricht. Thorsten Fiedler verpackt diese Abenteuer in kurze und zugleich präzise Geschichten, die mit tollen Bildern und gelungen Gedichten abgerundet werden.

Von Pleiten bis Pannen ist alles dabei. Sei es der Verlust einer Jacke samt Handy und Portemonnaie oder der angebliche unkaputtbare Fahrradreifen, der sein versprechen natürlich nicht hält. Oder auch einen halt an einer Eisdiele mit großer Auswahl, doch am Ende sind alle Sorte aus („isse aus!“), bis auf Schoko, Erdbeere und Vanille (Ok bis auf Erdbeere). Wer in die Pedale tritt, wird zwangsläufig bei der „Bergab-Tour“ ins Schwitzen kommen, so sind die zahlreichen Biergärten an den Wegseiten natürlich wie gerufen. Das ist übrigens das erste Mal gewesen, dass ich von einer Stehkneipe gehört habe. Jedoch sind die durchaus sinnvoll bei der andauernden Begegnung von Sattel und Hintern.

Jedoch finde ich, dass Thorsten Fiedler in seinem ersten Buch „Der Nomade im Speck“ humormäßig in besserer Form gewesen ist und die Ereignisse noch etwas zynischer Dargestellt hat. Das habe ich bei diesem Buch etwas vermisst. Aber dennoch muss man dem Buch „Der Sattel im Speckmantel“ zu gute halten, dass es sich tief in deinen Kopf einbrennt. Auch nach Tagen musste ich zwangsläufig auf dem Fahrrad in Richtung Arbeit immer wieder an die Storys denken! Daher kann ich auch dieses Buch von Thorsten Fiedler mit einem gutem Gewissen weiterempfehlen.


Kommentar:

Der Sattel im Speckmantel, Rezension: Der Sattel im SpeckmantelThorsten Fiedler erblickte 1962 in Offenbach am Main das Licht der Welt. Nach dem Abitur, einer Ausbildung zum Bankkaufmann, einem Studium der Psychologie und Werbung und mehreren Jahren im Vertrieb folgte der Einstieg in ein mittelständisches Unternehmen bis zum aktuellen Status im Vorstand. Thorsten Fiedler ist glücklich verheiratet und hat zwei tolle Kinder im Alter von 18 und 20 Jahren.

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