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Rezension: Der 7. Patient

Der 7. Patient, Rezension: Der 7. Patient

Der 7. Patient, Rezension: Der 7. PatientVerlag: Mainbook
Autor: Martin Olden
Titel: Der 7. Patient
Seiten: 106 (im Sammelband)

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Inhalt:

Diagnose: Hochspannung! Kaum von München nach Frankfurt versetzt, steht Hauptkommissar Bernd Steiner gleich mächtig unter Druck. Der brutale Mord an einer Arzthelferin gibt ihm Rätsel auf. Als dann noch die Leiche eines alten Mannes mit Botox in den Adern gefunden wird, ahnt Steiner, dass er es mit
einem Verbrechen größeren Ausmaßes zu tun hat…
Der „Polizist ohne Grenzen“ (Frankfurter Rundschau) ist zurück – nach „Gekreuzigt“ ermittelt der zynische Kettenraucher Steiner in seinem zweiten Fall. Eine Dosis purer Krimi-Unterhaltung.


Fazit:

Hans Keitel griff sich an die Brust. Sein Atem ging rasselnd. Das Herz trommelte. Wann war er zuletzt so gerannt? Mit Sicherheit am 4. Oktober 1943. Als die Alliierten den ersten Großangriff auf Frankfurt flogen.

Direkt zum Beginn wird man unweigerlich durch die kurzen Sätze in das Buch hinein gezogen und durch die sehr angenehme Kapitellänge bleibt man auch eine ganze Weile am Ball. Da kann man schon mal ein Auge zudrücken, dass die eine oder andere Situation nicht ganz der logischen Realität entspricht. Jedoch ist die Spannung von Anfang an enorm hoch und Martin Olden schafft es diese Stimmung bis zum Ende zu halten und dann noch mal einen drauf zusetzen.

Steiner ist für mich immer noch ein sehr faszinierender Charakter, der durch die schnippischen Dialoge authentisch gelungen ist. Unangepasst von Anfang an und immer einen frechen Spruch auf den Lippen. Doch trotzdem stets ein guter Ermittler (eben alte Schule). Sicherlich trägt Mick Brisgau aus „Der letzte Bulle“ eine wesentliche Rolle dazu bei, dass ich mir Steiner so gut als Person vorstellen kann. Allerdings sind mir seine Ansichten, z.B. die über Ausländer, in diesem Werk etwas zu krass.

Martin Olden hat sein zweites Werk meiner Meinung nach mit voller Freude und sehr großer Motivation geschrieben und wollte unbedingt voller Hingabe einen sehr guten Krimi hinlegen. Durch die kurzen Handlungen und Wechsel der Handlungsorte, sowie über die Frechheit der Charakter und der zum Teil kontroversen Themen hat er es auch geschafft, ein sehr rasanter Krimi zu schreiben. Allerdings ist der Krimi „Der 7. Patient“ etwas zu rasant und sanften Gemütern könnte es etwas zuviel sein.

Mir hat der flüssige Schreibstil und die logische Verknüpfungen der Kapitel gut gefallen, sodass ich den Krimi gerne allen Krimi-Fans weiterempfehlen kann. Mittlerweile ist es für mich der dritte Fall von Steiner gewesen und sie werden für mich einfach nicht langweilig. Martin Olden präsentiert eine tolle Krimireihe, die man auch sehr gut losgelöst voneinander lesen kann.


Kommentar:

Der 7. Patient, Rezension: Der 7. PatientMartin Olden alias Marc Rybicki, Jahrgang 1975, arbeitet als Journalist, Autor und Hörbuchsprecher in Frankfurt am Main.

Nach dem Studium der Amerikanistik und Philosophie war Rybicki zunächst als Pressesprecher des Erstliga-Basketball-Clubs „Frankfurt Skyliners“ tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit coachte er Spieler und Manager im Umgang mit den Medien, bevor er zum privaten Rundfunk wechselte. Bei Werner Reinke (Hessischer Rundfunk) und Reinhard Zimmermann (Schauspiel Frankfurt) wurde er zum Moderator, Hörbuch- und Werbesprecher ausgebildet. Seit 2011 veröffentlicht Marc Rybicki Kinder- und Jugendbücher sowie Kriminalromane, letztere unter dem Pseudonym Martin Olden. Bei seinen Bühnenlesungen erweckt er die Figuren durch unterschiedliche Stimmlagen und Akzente zum Leben.

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