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Rezension: Dein Fleisch und Blut

Thriller, Rezension: Dein Fleisch und Blut

Thriller, Rezension: Dein Fleisch und BlutVerlag: Holzbaum
Autor: Nicole Makarewicz
Titel: Dein Fleisch und Blut
Genre: Thriller
Seiten: 222
Preis: 13,99€

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Inhalt:

Die Journalistin Leah Sebelia lebt für ihren Beruf. Durch die Arbeit an einem Buch über Kinderpornographie zerbricht ihre Beziehung, zu sehr nimmt das Thema Leahs gesamtes Leben ein. Als sie kurz davor ist, ihre Recherche aufzugeben, erhält sie einen anonymen Brief mit Zugangsdaten zu einem Pädophilen-Forum. Immer tiefer verstrickt sie sich in das grausame Netz aus Missbrauch und Menschenhandel, bis eine Mordserie an Mitgliedern des Forums einen Verdacht in ihr erweckt. Wurde Leah unwissentlich zur Handlangerin des Mörders?

Nicole Makarewiczs Thriller „Dein Fleisch und Blut“ eröffnet schonungslos die Abgründe menschlichen Handelns. Jäger werden zu Gejagten, Vertraute zu Verdächtigen – bis man schlussendlich niemandem mehr trauen kann.


Fazit:

Reglos sitzt das Mädchen im Gras. Es trägt ausgeblichene Jeans, der Saum ausgefranst, die Hosenbeine grasfleckig.

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe und in das Buch gestartet bin, ist mir das ausmaß der Geschichte deutlich geworden. Das ist keine Geschichte die man mal eben so neben bei lesen kann. Kinderpornografie, Menschenhandel und Vergewaltigung sind Themen die nicht gerade einfach sind und viele auch schnell abschrecken. Allerdings bin ich da ganz bei der Autorin und ebenfalls der Meinung, dass auch solche Themen in der Öffentlichkeit angesprochen werden müssen!

Außerdem finde ich solche Themen auch gerade für Thriller sehr passend, denn sie fesseln einen auf eine ganz andere Weise an das Buch. Gepaart mit Beziehungs-, Familienproblemen und Mord ergibt sich daraus eine Geschichte, die in die Tiefe geht und für viele Spannungsmomente sorgt. Ab und an werden die Themen in diesem Buch zwar etwas Sprunghaft verarbeitet, doch trotzdem gehen sie anschließend ins Detail.

Die Story „Dein Fleisch und Blut“ ist in meinen Augen sehr gut konstruiert, sodass ich mich sehr gefreut habe das Buch bis zum Ende gelesen zu haben. Die Beziehung von der Journalistin Leah geht aufgrund ihres Projektes in die Brüche und hinterher stellt sich dann heraus, dass ihr Freund Max ebenso in dem kinderpornografischen Netzwerk verstrickt ist. Auch die Story hinter ihrem verstorbenen Vater hat mich fasziniert und mich an das Buch gefesselt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, sodass ich mich schnell und ohne zu stocken durch das Buch bewegen konnte. Dabei ist mir die Protagonistin Leah immer mehr ans Herz gewachsen. Sie ist eine sehr starke Frau, die trotz ihren Problemen und psychischen Druck immer weiter macht und nicht aufgibt! Ich wäre daran schon längst zu Bruch gegangen…

Insgesamt finde ich, dass das Buch ein stimmiges Gesamtkonzept ist. Der Titel und das Cover lassen einen kurz aufatmen, sodass ich mir das Buch unbedingt angucken musste. Zwar wäre das Buch in einem anderen Format noch etwas besser herübergekommen, denn die Schrift ist in diesem 12,1*18 cm – Format etwas sehr klein geraten, doch irgendwie hat es auch etwas meine Sinne geschärft.

Für diejenigen, die evtl. von ihrer Neigung wissen, hat die Autorin auch passende Informationen am Ende des Buches parat gestellt. Sodass sie sich nicht länger alleine mit ihrer Situation herum schlagen müssen.


Kommentar:

Thriller, Rezension: Dein Fleisch und BlutDie Wiener Journalistin gewann u.a. den „12. Münchner Kurzgeschichten-Wettbewerb“ und erhielt etliche Stipendien, darunter das Krimistipendium „Tatort Töwerland“ sowie mehrere Arbeitsstipendien. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, der Roman „Tropfenweise“ sowie der Erzählband „Jede Nacht“. „Dein Fleisch und Blut“ ist ihr Debüt als Thrillerautorin.
Nicole Makarewicz ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Wien.
www.nicolemakarewicz.com

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