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Rezension: Das Jesus-Experiment

Das Jesus - Experiment, Rezension: Das Jesus-Experiment

Hintergrund:

Bei diesem Buch war ich bei keinem Verlag auf der Homepage unterwegs, sondern durfte mich viel mehr über die Anfrage von Bernd Roßbach per E-Mail freuen. Im Raum stand dabei eine Mögliche Besprechung seines vierten Buches „Das Jesus-Experiment„, welches erst Morgen am 16.01.2018 erscheint!

Sein Erstling „Schattenwelten – mit den Werkzeugen des Teufels“ (2007) beschäftigt sich mit Menschenversuchen der CIA Mitte der 60er um MK-ULTRA sowie Bewußtseinsmanipulation.

Zuerst musste ich allerdings kurz hin und her überlegen. Auch wenn es sich bei dem Buch um einen Thriller handelt, hatte ich zuerst bedenken, ob der Titel wirklich in mein Programm passt. Normalerweise bin ich immer etwas abgeneigt, sobald es sich in Richtung der Kirche bewegt. Aber als ich mich näher mit dem Buch beschäftigt hatte und mir bewusst wurde, dass es sich bei diesem Buch viel mehr um moderne Hirnforschung handelt, war mein Interesse geweckt. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie erinntert mich das ganze an den Film Inception!

Inhalt:

Das Jesus - Experiment, Rezension: Das Jesus-ExperimentEine Erfindung, die vererbte Erinnerungen sichtbar macht. Ein Ahnenforscher, der auf die einzige noch lebende Nachfahrin von Pontius Pilatus stößt. Und eine unbarmherzige Macht, die ihr letztes Geheimnis schützen will – um jeden Preis …

Der Hirnforscher Tom Jennings ist auf dem Höhepunkt seines Erfolges angelangt. Ein von ihm erfundenes Verfahren macht vererbte Erinnerungen sichtbar und stellt so die Welt, wie wir sie kennen, auf den Kopf. Als Jennings im Zuge seiner Forschungen auf die Autistin Giulia trifft, verändert dies alles. Denn sie ist die direkte Nachfahrin von Pontius Pilatus, der IHN mit eigenen Augen gesehen hat. Nach Jahrtausenden wird die Welt somit erstmals Bilder von Jesus Christus zu sehen bekommen.Als dadurch jedoch Zweifel an der Auferstehung des Messias wach werden, wendet sich die älteste Macht der Welt gegen Jennings, und eine Treibjagd durch Rom, Verona und die Katakomben von Paris beginnt …

Die Wahrheit über einen Mann aus Nazareth vor 2.000 Jahren.

Fazit:

Jan Mugler hatte kein Auge für die Touristen. Sein Blick wirkte gehetzt. Zwar hatte der Schneematsch die Ledersohlen seiner Schuhe innerhalb kurzer Zeit durchweicht, aber das konnte ihn nicht von seinem Vorhaben abbringen.

Das Buch beginnt mit einem rasanten Prolog am 05. Dezember in Amsterdam. Draußen ist es kalt und Jan Mugler probiert sich die Hände mit einem Kaffee aufzuwärmen. Anschließend will er sich mit einer uns fremden Person am Bloememmarkt treffen. Doch schon bevor aus zu dem Treffen kommt greift der Autor bereits erste Motive passend zum Titel auf. „Wer war er (Jesus) wirklich? Das Geheimnis der Auferstehung!“, „Die Auflösung in Recall Live.“ Damit schafft Bernd Roßbach nicht nur eine gewisse Spannung in dem Prolog, sondern auch schon eine leise Vorahnunug für die nächsten Kapitel. Als er sich dann auch noch mit einem Unbekannten trifft und wie bei einem Drogendeal schnellstmöglich einen Umschlag austauscht, ist es auch schon passiert. Plötzlich blutet seine Hand und er taumelt benommen durch die Gegend. Nach kurzer Zeit sackt er dann zu Boden und das Blut färbt den Schnee rot. Passend dazu thront über dieser Szenarie die Werbebotschaft „Recall Live“. Ich finde den Prolog wirklich ansprechend gestaltet und er macht definitiv Lust auf mehr!

In dem nächsten Kapitel lernt man dann Tom Jennings und seine Idee zur Veerbung von Erinnerungen kennen. Dabei spielen die Ereignisse 4 Monate vor dem Prolog in New York. In der Gotham Hall möchte er seine Idee einem breitem Publikum zeigen, aber es gibt nicht nur positive Anhänger der Idee. Insgesamt finde ich den Schauplatz der Geschichte realistisch und schmackhaft gestaltet. Jedoch verliert die Story ab hier wieder an Spannung. In meinen Augen hätte man schon hier ein Kapitel wegkürzen und die Geschichte dichter fassen können. Aber wiederum passend ist der Aufgriff und somit die Aufklärung zu der Sendung „Recall Live“ aus dem Prolog. Jennings trifft sich auf Wunsch von Lisa mit dem Showmaster Lancette, damit er seine Idee einem breiteren Publikum präsentieren kann. Aber Jennings findet die Idee nicht so toll, denn er weiß, das Lancette seine Gäste gerne in der Luft zerreißt. Aus dem Grund ist er bei dem Treffen mit ihm eher negativ gestimmt. Dabei finde ich es etwas unrealistisch, dass Lancette Jennings plötzlich einfach so eine Sendung und viel Geld, sowie ein eigenes Labor schenken will. Immerhin kennen sich die Beiden ja gar nicht und verstehen sich auch überhaupt nicht.

Hat man sich allerdings erstmal durch die ersten Kapitel durchgeschlagen und die auch etwas sprunghaften Ideen verarbeitet, verdichten sich plötzlich die Ereignisse. Die Spannung steigt wieder mit jedem Kapitel und mündet schließlich in einem unaufhörlichen Drang das Buch nicht weglegen zu können. Die Geschichte bietet interessante Charaktere, abwechslungsreiche Schauplätze und überaus lohnende Anregungen zu kontroversen Themen. Dabei merkt man bei diesem Buch, dass sich der Autor mit seiner Thematik überdurschnittlich gut auskennt. Die Idee über die Veerbung von Erinnerungen ist in meinen Augen etwas einzigartiges.

Ein Thriller mit interessanten Ansätzen. Auch wenn man die Geschichte noch etwas reduzieren hätte können, bekommt man so wie man es von einem Thriller erwartet eine interessante Mischung zwischen Anspannung und Entspannung.

Kommentar:

Bernd Roßbach wuchs in Sankt Augustin im Rheinland auf. Er ist seit über 25 Jahren in der Sicherheitsindustrie tätig und hat diverse Fachliteratur veröffentlicht. Inspiriert durch zahlreiche USA-Aufenthalte widmet er sich halbdokumentarischen Plots mit gut recherchiertem Hintergrund. Bisher erschienen sind: „Schattenwelten – Mit den Werkzeugen des Teufels“, „Höllenfeuer – Leben und Sterben in Juárez“ und „Collapse“. Mit „Das Jesus-Experiment“ legt Bernd Roßbach nun einen Mystery-Thriller vor.

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