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Rezension: Das böse Mädchen

Suhrkampverlag, Rezension: Das böse Mädchen

Hintergrund:

Da ich in den letzten Wochen wieder viele Thriller und Kriminalgeschichten gelesen habe, habe ich mich vor kurzem beim Suhrkampverlag nach einer kitschigen Liebesgeschichte umgeschaut.

Der Suhrkamp Verlag verlegt keine Bücher, sondern Autoren – auf dieses verlegerische Prinzip lassen sich auch die programmatischen Leitgedanken zurückführen.

Als mir das Buch „Das böse Mädchen“ in die Augen gesprungen ist, hat der gleichnamige Song von K.I.Z dafür gesorgt, dass ich mich näher mit der Story beschäftigt habe.

Inhalt:

Suhrkampverlag, Rezension: Das böse MädchenSie scheinen auf fatale Weise füreinander bestimmt: ein Mann, der nichts anderes  wünscht als in Paris zu leben und große russische Literatur zu übersetzen; eine Frau, der stilles Glück ein Gräuel ist und die sein Leben immer wieder durcheinanderwirft. Mario Vargas Llosa erzählt die Geschichte einer erotischen Obsession, einer leidenschaftlichen Beziehung, in der Glück und Unglück untrennbar miteinander verbunden sind.

 

 

Fazit:

Was für ein grandioser Sommer! Perez Prado kam mit seinem zwölf-Mann-Orchester und animierte die Faschingsbälle im Terrazas-Klub…

Genau so malerisch wie das Cover ist, taucht man auf den ersten Seiten des Buches elegant in eine bunte und zugleich abenteuerliche Welt ein. Alle haben Spaß, vergnügen sich, gestehen sich ihre Liebe und feiern ausgelassen Feste. Und mitten drin Ricardo, der sich immer wieder an Lily ein Zahn ausbeißt, weil sie ihn immer wieder ablitzen lässt. Obwohl Lily sich zu ihm schon wie eine Freundin verhält, sie Händchen halten und sich sehr gut verstehen, reicht es nicht dafür, dass sie Freund und Freundin werden.

Die Geschichte wird aus Ricardos Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. So bekommt man alle Facetten, die die Liebe in einem Auslöst, zu sicht. Trauer, Wut, aber auch vor allem die rosa rote Brille, die er permanent aufhat, lassen einen empahtisch mit ihm fühlen. Auch wenn ich mich zwischendurch immer wieder aufgeregt habe, weil er sie nicht einfach vergessen kann, konnte ich auch gleichzeitig den Reiz an ihr verstehen. Sie ist schön, elegant, frech, spielt Spielchen und wickelt ihn permanent um den Finger.

Aber auch der schönste Sommer ist irgendwann vorbei. Mit einer schockierenden Nachricht wird Lily als Lügnerin entstellt. Daraufhin verschwindet sie und Ricardo bleibt nur die Erinnerung an sie. Es folgt eine Kette von überraschenden Wiedersehen in verschieden Länder, darunter u.a. Paris. Und Lily schafft es immer wieder ihm die Augen zu verdrehen. Die Liebe tut beim Lesen beinahe schon weh.

Mit dem poesievollen Schreibstil und den Einschub von Gedanken, sind die Sätze zwar etwas verschwachtelt, sorgen aber trotzdem für aussagekräftige Bilder in meinem Kopf. Für mich ist das Buch „Das böse Mädchen“ eine absolut empfehlenswerte Geschichte, die süchtig machen kann. Gerade für den Sommer ist das Buch für eindrucksvolle Nächte an der frischen Luft geeignet und ich werde es dann nochmal lesen!

Kommentar:

Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Bereits während seines Studiums schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen, ehe 1963 sein erster Roman Die Stadt und die Hunde erschien. Der peruanische Romanautor und Essayist ist stets als politischer Autor aufgetreten und ist damit auch weit über die Grenzen Perus hinaus sehr erfolgreich. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Das grüne Haus, Das Fest des Ziegenbocks, Tante Julia und der Kunstschreiber und Das böse Mädchen.

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