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Rezension: Crimson Lake

Crimson Lake, Rezension: Crimson Lake

Crimson Lake, Rezension: Crimson LakeVerlag: Suhrkamp
Autor: Candice Fox
Titel: Crimson Lake
Seiten: 380

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Inhalt:

12.46 Uhr: Die dreizehnjährige Claire Bingley steht alleine an einer Bushaltestelle.
12.47 Uhr: Ted Conkaffey hält mit seinem Wagen neben ihr.
12.52 Uhr: Das Mädchen ist verschwunden …

Sechs Minuten – mehr braucht es nicht, um das Leben von Detective Ted Conkaffey vollständig zu ruinieren. Die Anklage gegen ihn wird zwar aus Mangel an Beweisen fallen gelassen, doch alle Welt glaubt zu wissen, dass einzig und allein er es gewesen ist, der Claire entführt hat. Um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen, zieht sich der Ex-Cop nach Crimson Lake, eine Kleinstadt im Norden Australiens, zurück.
Dort trifft er Amanda Pharrell, die ganz genau weiß, was es heißt, Staatsfeind Nr. 1 zu sein. Vor Jahren musste sie wegen angeblichen Mordes ins Gefängnis. Nun tun sich die beiden Außenseiter zusammen und arbeiten als Privatdetektive. Ihr Fall: Ein berühmter Schriftsteller mit Doppelleben und kaputter Familie ist verschwunden, die örtliche Polizei behindert die Arbeit der beiden mit harschen Methoden. Dann platzt das Inkognito von Conkaffey, die Medien erzeugen Hysterie. Lynchstimmung macht sich breit. Während er den Fall seiner neuen Partnerin wieder aufrollt und sie versucht, ihn zu entlasten, nimmt der Fall des Schriftstellers überraschende Wendungen …


Fazit:

Als ich die Gans fand, stecke ich in einer richtig düsteren Phase. Monatelang hatte ich nur in Gesellschaft meiner Pistole verbracht, und wenn man zu lange mit diesen Dingern zusammen ist, fangen die schon mal an, mit einem zu sprechen.

Am Anfang lernt man Ted Conkaffey (richtiger Name: Edward Conkaffey) in einer schlimmen Lebensphase wieder. Er ist gerade erst nach Crimson Lake umgezogen und verbringt seine Tage mit seiner Pistole und sehr viel Alkohol. Phasenweise erfährt man dann rückblickend aus seiner Sicht über die angebliche Vergewaltigung von Claire Bingley. Ist er tatsächlich schuldig und hat die Tat nur verdrängt? Haben ihn die Medien vorzeitig verurteilt?

Mir hat das Miträtseln von Anfang sehr gut gefallen, aber auch der Bezug zu aktuellen Themen, wie der Vorverurteilung in sozialen Netzwerken werden aufgegriffen und lassen das Buch so für mich noch etwas spannender wirken. Allerdings finde ich, dass die Spannung durch die sehr persönlich und rückblickende Situation etwas an Wert verliert. Mir hätte es besser gefallen, wenn man die Situation aus der Gegenwart in die Zukunft erzählt hätte.

Über seinen Anwalt und über Zeitungsartikel gerät Ted anschließend an Amanda Pharrell, die genau so eine schillernde Vergangenheit hat wie er. Er soll in ihrer Detektivagentur anfangen und sie bei der Arbeit unterstützen. Nach anfänglichem Herumgeschachere fängt er auch bei ihr an und zusammen begeben sie sich auf die Suche nach einem verschwundenen Buchautor.

Mir hat die Art und Weise wie Ted den Job bekommen hat, nicht ganz so gut gefallen. Kaum hat man sich in seine schlimme Lebensphase eingelebt, wird er aus fremden Händen (seinen Anwalt) zu einem Job gebracht. Ich hätte mir gewünscht, dass er sich selber weiterentwickelt und man tiefer in den Charakter hinein schauen kann.

Bei diesem Thriller bin ich mir etwas unsicher, wie ich ihn bewerten soll. Auf der einen Seiten lässt sich die Geschichte flüssig lesen und die Kapitellänge ist sehr angenehmen. Man kann das Buch auch ruhig aus der Hand legen und später weiterlesen. Auf der anderen Seite lässt der Thriller einen nicht wirklich mitfiebern. Kein wirkliches Blutvergießen und die Action kommt auch etwas zu kurz. Es wäre besser gewesen, wenn man „Crimson Lake“ im Krimigenre angesiedelt hätte, denn der Miträtselfaktor hat mir sehr gefallen.

„Crimson Lake“ ist eine Geschichte, die man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Hier dürften sich etwas enspanntere Thrillerfans wohlfühlen.


Kommentar:

Crimson Lake, Rezension: Crimson LakeCandice Fox stammt aus einer eher exzentrischen Familie, die sie zu manchen ihrer literarischen Figuren inspirierte. Nach einer nicht so braven Jugend und einem kurzen Zwischenspiel bei der Royal Australian Navy widmet sie sich jetzt der Literatur, mit akademischen Weihen und sehr unakademischen Romanen. Für den ersten und zweiten Teil ihrer Trilogie, Hades und Eden, wurde sie 2014 und 2015 mit dem Ned Kelly Award ausgezeichnet.

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2 thoughts on “Rezension: Crimson Lake Leave a comment

  1. Ich finde, dass die Story aufregend klingt. Ich bin zwar eher der Thriller-Typ, mag es aber auch, wenn ich miträtseln kann. Das Buch kommt dann wohl mal auf meine WuLi 😉

    Liebe Grüße
    Anna

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