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Rezension: Borne

Kunstmannverlag, Rezension: Borne

Hintergrund:

Ich freue mich wieder über ein Buch aus dem Antje Kunstmann Verlag.

Der Verlag Antje Kunstmann wurde 1976 gegründet, damals unter dem Namen Weismann Verlag-Frauenbuchverlag – zwei Verlagsprogramme unter einem Dach und von Peter Weismann und Antje Kunstmann geführt.

Das Buch „Borne“ habe ich mir dabei nicht selber ausgesucht. Mir wurde die Geschichte empfohlen und ans Herz gelegt. Aus Neugierde an einer Geschichte, die sich mit dem Thema Biotechnologie beschäftigt, habe ich mich auf die Story eingelassen.

Inhalt:

Kunstmannverlag, Rezension: BorneIn einer zerstörten Stadt der nahen Zukunft überlebt Rachel, indem sie in den Ruinen nach Überresten biotechnologischen Abfalls sucht. Ihre Beute bringt sie zu ihrem Partner Wick, der aus den gesammelten Überresten psychoaktive Drogen herstellt und verkauft. Die Stadt ist gefährlich, übersät mit den ausrangierten Experimenten der Firma – einem zerfallenen Biotech-Unternehmen – und geplagt von den unvorhersehbaren Raubzügen eines riesigen Bären namens Mord.
Im Fell von Mord findet Rachel bei einer ihrer Expeditionen Borne, ein undefinierbares Wesen, das auf sie eine merkwürdige Anziehung ausübt. Entgegen ihren Instinkten – jede Schwäche kann dich in dieser erbarmungslosen Stadt töten – nimmt sie Borne mit in ihr Versteck. Doch Borne ist viel mehr, als Rachel sich vorstellen kann. Er lernt sich zu bewegen, zu reden, seine Gestalt zu verändern und beginnt zunehmend, die delikate Balance der Macht in der Stadt zu bedrohen. Während sich neue Feinde der Firma formieren, führt Bornes Metamorphose Rachel vor Augen, wie sehr ihre prekäre Existenz auf Lügen und Geheimnissen beruht, deren Aufdeckung ihre Welt für immer verändern wird.

Fazit:

Ich fand Borne an einem sonnigen, stahlblauen Tag, als der riesige Bär Mord sich in der nähe unseres Zuhauses herumtrieb. Zunächst war Borne für mich etwas, das wir vielleicht verwerten konnten. Ich wusste nicht, was Borne für uns bedeuten würde.

In dem Buch von Jeff Vandermeer wurde eine unglaubliche Welt konstruiert, die völlig zerstört ist und von mutierten Wesen bewohnt wird. Dieses Gedankenspiel ist für mich anfänglich etwas fremd gewesen und es viel mir schwer mich auf die Geschichte einzulassen. Doch nachdem ich die ersten Seiten überwunden hatte, konnte ich mich von dieser Idee überzeugen lassen.

Auch wenn sich der Ort Balcony Cliff nach einem Urlaubsort anhört, trügt dieser Schein. Es ist eine verrottete Müllhalde auf einem zerstörten Kiefernwald. Überall findet man menschliche Überreste, kaputte Kühlschränke und ausgebrannte Autos. Genau so stelle ich mir eine Welt vor, die zu Grunde geht.

Die Geschichte ist dabei gekonnt anders. Auch die Beziehungen zwischen Rachel und Wick ist etwas besonderes. Zwei Personen die sich zusammen tun, um zu überleben, miteinander schlafen, obwohl sie kein Liebespaar sind und sich gegeneinander eigentlich misstrauen – für mich ist das eine tolle Mischung.

Ich finde es faszinierend zu sehen mit welcher Lliebe zum Detail Jeff Vandermeer diese Welt konstruiert hat. Sie fühlt sich echt an und ist damit ein gelungenes Gedankenspiel über die Endzeit der Menschheit.

Kommentar:

Jeff VanderMeer wurde 1968 in Pennsylvania geboren und wuchs auf den Fidschi-Inseln auf. Er ist ein vielfach ausgezeichneter Science-Fiction-Autor – er gewann u.a. den renommierten World Fantasy Award – und ist Herausgeber zahlreicher Anthologien. Jeff VanderMeer lebt in Tallahassee, Florida. Zuletzt erschien von ihm die Southern Reach Trilogie (Kunstmann 2015).

 

 

 

 

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