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Rezension: Böses Netz

Böses Netz, Rezension: Böses Netz

Böses Netz, Rezension: Böses NetzVerlag: Mainbook
Autor: Martin Olden
Titel: Böses Netz
Seiten: 127 (im Sammelband)

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Inhalt:

Wenn das Web zur Todesfalle wird: Ein Frauenmörder versetzt Frankfurt in Angst! Seine Opfer findet er im Internet. Bei der Jagd auf den Killer wird Hauptkommissar Bernd Steiner mit Dämonen seiner Vergangenheit konfrontiert und gerät selbst ins Fadenkreuz…
Der vierte Fall des streitbaren Ermittlers Steiner ist ein Psycho-Thriller, der in die Abgründe der menschlichen Seele blickt – bis zum bitterbösen Finale ohne Happy End-Garantie.

„Böses Netz“ ist der vierte Band der Krimi-Reihe mit Kommissar Steiner. Der erste Band „Gekreuzigt“, der zweite Band „Der 7. Patient“ und der dritte Band „Wo bist du?“ sind ebenfalls bei mainbook erschienen.


Fazit:

Kriminaloberrat Laurenz Grün verließ den Verhörraum des Präsidiums und schloss für einen Moment die Augen. Er überlegte sich, was im Kopf jenes Menschen vorging, mit dem er gerade gesprochen hatte.

Am Anfang des Buches habe ich gedacht, dass ich dieses Fall schnell durchblickt habe. Ein Serienmörder aus dem Rotlichtmilieu, der sich an ein verzweifeltes Fotomodel vergeht und anschließend seine Spuren durch Feuer vertuschen möchte. Ein kluges Katz- und Mausspiel eben. Allerdings schafft es Martin Olden mit überraschenden Wendungen, meine starren Gedanken wieder aufzubrechen und mich auf neue Fährten zu locken. Dadurch wirkt sein kurzer Krimi sehr rasant und mitreißend.

Auch nach meinem 5. Fall von Komissar Steiner kann ich sagen, das seine Bücher nicht schlechter oder abgedroschener werden. Martin Olden liefert in jedem Fall eine konstant gute Leistung ab! Aber an seiner B-Note und an ganz Kleinigkeiten könnte er noch arbeiten. Ich finde, dass Steiner in diesem Fall als Charakter nicht durchgängig seine harte Art und Weise durchzieht und als Charakter zwischendurch ein kleines bisschen aus der Rolle fällt.

Ich habe zwar gedacht, dass ein weiterer Fall aus dem Rotlichtmilieu schnell langweilig werden kann, aber „Das böse Netz“ ist doch ganz anders als sein Vorgänger. Dieses Mal beschäftigt sich der Krimi mit dem Ersteigern von Frauen im Internet. Und auch hier erweckt es den Eindruck, dass sich Martin Olden sehr gut mit der Materie auskennt. Es ist faszinierend zu sehen, wie vielschichtig und ideenreich ein Autor sein kann!

Bei meinen Vorgängern habe ich immer erwähnt, dass man die Fälle ruhig einzeln lesen kann. Lediglich Band 4 und 5 sollte man direkt hintereinander verschlingen, denn das Ende von „Das böse Netzt“ ist total unerwartet und schockierend und führt unweigerlich zum 5 Band. In allen anderen Fällen gibt es zwar kleine, aber sehr feine Verbindungen, jedoch stört es nicht diese zu missen.

Wer also auf kurze Kriminalfälle in einem flüssigen Schreibstil und mit viel Ecken und Kanten steht, der ist hier richtig aufgehoben. Auch kleine Schockmomente, starke Emotionen und kontroverse Meinungen sind passend eingebaut. Die Reihe um Komissar ist definitiv lesenswert!


Kommentar:

Böses Netz, Rezension: Böses NetzMartin Olden ist das Pseudonym des Journalisten und Kinderbauchtors Marc Rybicki. Er wurde 1975 in Frankfurt am Main geboren und studierte Philosophie und Amerikanistik an der Goethe- Universität. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Rybicki als Filmkritiker für das Feuilleton der Frankfurter Neuen Presse . Ebenso ist er als Moderator des Senders Radio Fortuna sowie als Werbe- und Hörbuchsprecher tätig. Im Sommer 2011 erschien sein erstes Buch Mach mich ganz Fabeln und Gedichte über Glaube, Liebe und Hoffnung. Es folgten die gereimten Erzählungen ‚Wer hat den Wald gebaut?‘ und ‚Wo ist der Tannenbaum?‘. ‚Gekreuzigt‘ ist Rybickis erster Ausflug ins Krimi-Genre.

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