Rezension: Auris

978-3-426-30718-2_DruckVerlag: Droemer Knaur
Autor: Vincent Kliesch
Titel: Auris
Genre: Thriller
Seiten: 352

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Inhalt:

Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler?
Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren! Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr …


Fazit:

Ok, normalerweise starte ich ja mit einem Zitat aus dem Buch, doch dieses Mal möchte ich euch gerne eine Meinung zu dem Thriller von einem Mitarbeiter der Thalia Filiale aus Stuttgart zeigen und darauf eingehen:

Flach – Flacher – Auris. Ich konnte dieses Buch nicht vollenden. Der Schreibstil war flach, die Geschichte war nichts.

Bevor ich meine Meinung dazu sage noch eine wichtige Sache, ich möchte keinen Hate gegenüber der Filiale verbreiten oder mich mit irgendwem anlegen, ich sehe es nur anders und finde die Meinung nur wenig gerechtfertigt.

Auris hat mich von Anfang gefesselt, eben ein absoluter Pageturner. Die Thematik finde ich sehr spannend und sehr gut recherchiert. Mit jeder neue Seite eröffnet sich eine neue brisante Story, die mich in den Bann gezogen hat. Sei es die Idee mit der Phonetik und dem plötzlichen Geständnis von Hegel, meine Verwunderung über die argentinische Polizei über den Vergewaltigungsfall von Jula oder die Idee mit der Podcasterin und dem mysteriösen Hacker aus dem Darknet. All das hat Vincent Kliesch für mich originell verpackt und spannend dargestellt.

Aber auch die Figuren konnten mich mich begeistern. Gerade der Phonetiker Hegel ist für mich eine gelungene Figur. Eigentlich passt sein plötzliches Geständnis über den Mord der Obdachlosen so gar nicht zu ihm. Er ist eine ruhige, besonnen Persönlichkeit, die sich zu beherrschen weiß. Umso interessanter war sein Geständnis dann für mich, sodass ich mich permanent fragen musste, warum er das getan haben soll. Ebenso  finde ich Jula auch sehr gelungen. Sie ist für mich die perfekte Mischung aus der Verrücktheit einer Frau und gesundem Ehrgeiz.

Den Schreibstil von Vincent Kliesch empfand ich als sehr angenehm, passend und abwechslungsreich, sodass ich mich schnell durch die Kapitel wühlen konnte. Auch die Kapitellänge hat dabei zu meinem Lesegenuss begetragen. Ich musste mich nicht elendig durch die Seiten quälen. Die Geschichte ist einfach gut gelungen und bringt für mich alles mit, um den Leser aufmerksam bei Laune zu halten. Gerade für Jugendliche finde ich den Thriller wegen seinen Themen sehr interessant.

Kurzum gibt es für mich eine klare Leseempfehlung. Der Thriller hat mich mehr als Unterhalten. Er regt zum Mitdenken an, macht Lust auf mehr und bringt eine Portion investigativen Journalismus mit sich, der dich an das Buch fesselt. Ist Hegel schuldig oder doch zu unrecht im Gefängnis?


Kommentar:

Download (1).jpgVincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahr 2010 veröffentlichte er seinen ersten Thriller »Die Reinheit des Todes«. Es folgten zwei weitere Bände, die die Trilogie um den Ermittler Julius Kern und dessen Gegenspieler Tassilo Michaelis abschlossen. Mit »Bis in den Tod hinein« stellte Kliesch seinen neuen Ermittler vor: Severin Boesherz, der es gleich bei seinem ersten Fall mit einer erschreckend düsteren Mordserie zu tun bekommt. »Im Augenblick des Todes« ist der zweite Fall für den eigenwilligen Berliner Kommissar.

Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, unterhält er als Moderator das Publikum bei Firmenevents und im Filmpark Babelsberg. In seiner Freizeit widmet er sich am liebsten seiner Leidenschaft für gutes Essen und Wein.

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4 Replies to “Rezension: Auris”

  1. Ich befinde mich mit meiner Bewertung des Buches ziemlich genau zwischen der des Thalia-Mitarbeiters (der im Übrigen beherzigen sollte, dass man sich bei der Bewertung von Büchern, die man nicht zu Ende gelesen hat, vornehm zurükhalten sollte) und Dir.

    „Auris“ war kein Totalausfall, aber für mich weit weg von einer guten Leseerfahrung.

    Der nahezu übersinnlichen Fähigkeiten von Hegel mag es geben, auf mich wirkten sie aber eher überzogen und albern. Insgesamt bleibt mir die Person eher fern, nahezu egal.

    Jula ist nur wenig besser gelungen, handelt gelegentlich gänzlich irrational und das größte Problem habe ich mit ihrem persönlichen Background, über den ich in meiner Rezension schrieb:

    „Eine Vergewaltigung als Aufhänger für eine Geschichte halte ich für gänzlich unnötig, wenn diese Geschichte sich nicht ausgiebig damit beschäftigt, sondern sie eben nur den Ursprung für weitere Ereignisse darstellt. Das hätte man klüger lösen können, nein, müssen.“

    Gespräche, die sich aus diesem Aufhänger entwickeln, beispielsweise das mit ihrer Programmchefin über eine neue Radioshow, waren in diesem Zusammenhang grenzwiderlich.

    Und dann bliebe da noch der Plot, der für mich zwar eine gewisse Spannung enthält, aber deutlich überkonstruiert wirkt.

    Zusammenfassend: So unterschiedlicher Meinung kann man sein. 🙂

    1. Da hast du recht, wenn man es gut begründet und plausibel beschrieben ist, dann finde ich unterschiedliche Meinungen auch nicht schlimm. Ich kann deine Meinung jedenfalls nachvollziehen, auch wenn ich es anders sehe 🙂

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