Rezension: American Assassin

9783865525826_1Verlag: Festa
Autor: Vince Flynn
Titel: American Assassin – Wie alles begann
Seiten: 512
Genre: Politthriller
Preis: 12,99 €

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Inhalt:

Im Dezember 1988 kommen beim Lockerbie-Bombenanschlag alle 259 Passagiere einer Boeing 747 ums Leben, darunter auch Maureen, die Verlobte des US-Collegestudenten Mitch Rapp. Ein Jahr nach ihrem Tod wird Mitch von der CIA rekrutiert und schließt sich dem geheimen Orion-Team an, das gegen den weltweiten Terror in den Kampf zieht. An Krisenherden in Europa, im Nahen Osten und Asien bewältigt er den Verlust seiner großen Liebe und sucht nach einem neuen Sinn für sein Leben.

American Assassin erzählt die Anfänge der Karriere des knallharten Anti-Terror-Kämpfers Mitch Rapp. Der Auftakt zu einer globalen Bestseller-Reihe mit bislang 14 Bänden.


Fazit:

Mitch Rapp betrachtete sich in dem staubigen, an mehreren Stellen gesprungenen Spiegel und stellte seine geistige Gesundheit ernsthaft infrage. Weder zitterte er, noch hatte er feuchte Hände.

Nach dem ich bereits „Order to kill“ aus der Mitch-Rapp-Reihe gelesen habe, hat es mir unter den Finger gebrannt die Anfänge der Serie kennen zu lernen. Und es hat sich gelohnt. Vince Flynn schafft es politische Zusammenhänge authentisch und mit viel Hintergrundwissen packend zu erzählen, sodass man sich in die einzelnen Krisensituationen sehr gut hinein denken kann. Ebenso beschreibt er die einzelnen Momente und auch die Action-Szenen sehr ausführlich, sodass man einen umfassend Einblick in die Geschehnisse bekommt und mit Freude die Kampfszenen liest.

Sprachlich ist der Thriller dabei etwas ruppiger im Umgangston der Charaktere angelegt und die Dialoge sind teilweise etwas übertrieben, was aber nicht weiter schlimm ist und bei mir für Unterhaltung gesorgt hat. Während ich in „Order to kill“ Mitch Rapp als eigen und unangepasst empfand, hat sich hier meine Sicht auf ihn etwas verändert. In diesem Thriller wird Mitch als starker, analytischer Superheld aufgebaut, der sich durch den Bombenangriff nun an den Terroristen rächen möchte. Aber nicht nur Mitch wird mit Tiefgang gezeichnet, sondern auch sein Ausbilder Hurley und die Gegner Ivanov und Sayyed sind keine 0815 Charaktere.

Wie man auf dem Cover schon sieht, gibt es zu diesem Buch auch einen Film, den ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen wollte. Allerdings wurde ich da etwas überrascht. Der Film und das Buch haben nicht sehr viel gemein. Hauptsächlich werden nur wichtige Eckpfeiler aus dem Buch aufgegriffen, aber ansonsten gehen beide ihre eigenen Wege. Ich will zwar nicht sagen, dass der Film schlecht ist, aber mir hat das Buch von Vince Flynn eindeutig besser gefallen.

Abschließend kann ich sagen, dass mich der Thriller „American Assassin – Wie alles begann“ überzeugen konnte. Spannend, weltpolitisch und überaus interessant verfasst. Und auch durch die Aktualität zur heutigen politischen Lage sehr empfehlenswert. Für mich ist das Buch vergleichbar mit den neusten James Bond Filmen.


Kommentar:

21exmWqWsTL._UX250_Vince Flynn wird von Lesern und Kritikern als Meister des modernen Polit-Thrillers gefeiert. Dabei begann seine literarische Laufbahn eher holprig: Der Traum von einer Pilotenlaufbahn beim Marine Corps platzte aus gesundheitlichen Gründen. Stattdessen schlug er sich als Immobilienmakler, Marketingassistent und Barkeeper durch. Neben der Arbeit kämpfte er gegen seine Legasthenie und verschlang Bücher seiner Idole Hemingway, Ludlum, Clancy, Tolkien, Vidal und Irving, bevor er selbst mit dem Schreiben begann.
Insgesamt 60 Verlage lehnten sein Roman-Debüt ab. Doch Flynn gab nicht auf und veröffentlichte es in Eigenregie.

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