Skip to content

Rezension: Abgetaucht

Abgetaucht, Rezension: Abgetaucht

Abgetaucht, Rezension: AbgetauchtVerlag: Mainbook
Autor: Andrea Habeney
Titel: Abgetaucht
Seiten: 234

Hier bestellen


Inhalt:

In ihrer Frankfurter Wohnung wird die beste Freundin des Ex-Polizisten Lars Gruber ermordet aufgefunden. Der mordverdächtige Pilot und Taucher Michael Danner kommt kurz darauf in Thailand ums Leben. Doch Gruber vermutet, dass sein Tod nur vorgetäuscht und Danner in Phuket abgetaucht ist, was Gruber keine Ruhe lässt. Auf einen Tipp hin begibt er sich in das Urlaubs- und Taucherparadies.
Während er den Mordverdächtigen sucht, ermittelt seine frühere Kollegin, die Frankfurter Kommissarin Jenny Becker, in Deutschland und stößt auf einige Ungereimtheiten.
Kaum ist Gruber in Phuket angekommen, überschlagen sich die Ereignisse und statt Sonne, Strand und Korallenriffe genießen zu können, wird er mit einer getöteten Prostituierten konfrontiert und ein Tauchgang endet anders als erwartet. Bald ist nichts mehr, wie es scheint …


Fazit:

„Du gehörst mir“, stieß er hervor und drückte seinen Körper schwer auf ihren. Sie stöhnte auf, was ihn weiter anspornte.

Zuletzt habe ich einen Darkromance-Roman gelesen, daher habe ich zu Beginn dieses Krimis Vorurteile gehabt. Mein erster Gedanken ist gewesen „bitte lass es jetzt nicht einen billigen Abklatsch einer Darkromance-Reihe sein, der sich mit einem Krimi gepaart hat.“. Umso schöner ist es für mich gewesen, dass es definitiv nicht der Fall ist! Der Krimi ist ganz anders, ganz schnell und verzichtet auf überflüssige Details. So fehlt z.B. auch das Inhaltsverzeichnis und die Kapitelüberschriften. Ich persönlich finde diesen Stil sehr positiv, kurz und knackig!

Der ehemalige Polizist und nun Privatdetektiv Lars lässt sich von absolut nichts aufhalten. Auch wenn er gegen eine Wand rennt, lässt er sich davon nicht aufhalten und sucht weiter nach dem Mörder seiner Bekannten. Auch wenn das bedeutet, dass er nach Thailand reisen muss! Diesen Charakterzug finde ich sehr sympathisch, sodass ich immer gehofft habe, dass er den Mörder findet! Dabei nimmt der Krimi nichts Vorweg und verzichtet auf Hintergrundgeschichten. So kann man währenddessen immer fieberhaft Miträtseln. Vor allem auch, weil Jenny Becker, Komissarin, ihn dabei aus Deutschland unterstützt.

Die Wendungen der Geschichte sind dabei überraschend und unterstützen die Lesefreude. Jedoch wird bei dem rasanten Lesetempo etwas auf die Genauigkeit der Geschehnisse verzichtet und Hürden ohne große Anstrengungen überwunden. Hier stehen weniger die Momente des Todes im Vordergrund, sondern viel mehr das Miträtseln. Das gibt für mich insgesamt aber nur einen kleinen Abzug in der B-Note. Passend zu dem Titel „Abgetaucht“ befasst sich der Krimi auch thematisch mit dem „Tauchen“. Bisher habe ich noch nie im Ausland so etwas unternommen, doch die Autorin hat mir ein genaues Bild davon gemalt, wie so ein Tauchgang funktioniert. Mir hat das gut gefallen.

Für mich lebt der Krimi durch seine Leichtigkeit und Lockerheit. Man fliegt nur so durch die Zeilen und kann die Geschichte schnell erfassen. Jedoch sollten Fans von ausgeklügelten Geschichten die Finger davon lassen, da sie sonst nur enttäuscht werden. Wer aber gerne auf der Zugfahrt einen Krimi lesen möchte, der ist hier gut aufgehoben. Auch wenn man kurz gestört wird, kann man direkt wieder in die Story eintauchen.


Kommentar:

Abgetaucht, Rezension: AbgetauchtAndrea Habeney, geboren 1964 in Frankfurt am Main, in Sachsenhausen aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie in Gießen Veterinärmedizin. 1997 folgte die Promotion. Bis 2013 führte Andrea Habeney im Westen Frankfurts eine eigene Praxis. Heute arbeitet sie als Tierärztin für eine Pharma-Firma.
Als Autorin hat sie sich einen Namen gemacht mit ihrer Frankfurter Krimi-Reihe um Kommissarin Jenny Becker.

Werbeanzeigen

3 thoughts on “Rezension: Abgetaucht Leave a comment

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: