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Rezension: Totentanz am Strand

u1_978-3-596-29919-5.jpgVerlag: S. Fischer
Autor: Klaus-Peter Wolf
Titel: Totentanz am Strand
Seiten: 383

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Inhalt:

Der gefährlichste Mann der Republik heißt Dr. Bernhard Sommerfeldt. Er ist aus Ostfriesland geflohen.
Aber Ostfriesland hat auch sie: Ann Kathrin Klaasen, die beste Zielfahnderin in ganz Deutschland. Sie heftet sich an seine Fersen.
Lesen Sie jetzt nach „Totenstille im Watt“ den zweiten Band der neuen Serie von Nummer 1-Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf.
„Das ganze Leben ist ein Spiel. Man muss nicht in ein Casino gehen, um daran teilzunehmen. Ich spiele volles Risiko, mit höchstem Einsatz. Aber was kann ich gewinnen? Die Freiheit? Meine Beate? Bekomme ich dann mein altes Leben zurück?

Alles würde ich dafür tun! Ja, ich habe Heimweh nach Ostfriesland. Ich möchte mein Leben als Dr. Bernhard Sommerfeldt zurück, zusammen mit meiner Beate. Am liebsten würde ich meine Praxis wieder eröffnen. Menschen behandeln. Den neuen Lover von Beate entsorgen. Am Meer spazieren gehen, der Nordsee lauschen und mich dem Wind aussetzen.

Aber dort, wo ich mich am wohlsten fühle, dort, wo ich jetzt am liebsten wäre, ist auch die Gefahr am größten, verhaftet und von Ann Kathrin Klaasen einkassiert zu werden.
Und doch: Ich bin ein Mann mit Prinzipien. Es stehen noch einige auf meiner Liste…“


Fazit:

Im Ruhrgebiet unterzutauchen ist ganz einfach. Im Grunde ist das eine einzige Stadt mit zig Millionen Einwohnern. Von wegen Kohlenpott! Hier ist es grün.

Der Beginn hat mich direkt begeistert und mich in den Bann gezogen. Das mag zum Einen daran liegen, dass der Autor mich direkt neugierig macht, warum der Protagonist untertauchen möchte, und zum Anderen, weil mich der Schreibstil von Klaus-Peter Wolf fasziniert. In meinen Augen schreibt er kunstvoll und so, als ob man jeden Satz in Stein meißeln könnte.

Die Geschichte um Dr. Bernhard Sommerfeldt wird aus der Ich-Perspektive präsentiert und macht sie durch die sehr reflektierte Art und Weise von ihm besonders. Er ist eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, mit Sehnsüchten und dunklen Geheimnissen, die man lieben, aber auch durchaus verachten kann, denn schließlich ist Dr. Bernhard Sommerfeldt ein Mörder und kein unbeschriebenes Blatt.

Auch wenn „Totentanz am Strand“ schon der zweite Teil einer Reihe ist, so stört es dem Leseverhalten nicht. Man lernt die Personen nur etwas anders kennen. Aus dem ehemaligen Arzt Dr. Sommerfeldt aus Ostfriesland ist jetzt eine dunkle Figur mit Schatten geworden, der sein altes Leben dort zurück haben möchte. Ebenso vermisst er die Zeit mit seiner ehemaligen Frau Beate, die jetzt mittlerweile einen anderen Lover hat. Man kann die Reihe also losgelöst voneinander lesen und die Figuren auf eine andere Weise kennen lernen.

Ich bin froh darüber, dass diese Story im Roman-Genre angesiedelt ist. Man hätte es zwar auch als Krimi deklarieren können, allerdings hätte ich dann negative Kritik anbringen müssen, so ist es nur ein kleiner Abzug in der B-Note. In diesem Buch gibt es eine gewisse Grundspannung, die sich konstant hält, aber nicht weiter steigt. So habe ich mich gegen Mitte der Geschichte etwas angefangen zu langweilen. Jedoch bekommt man hier die Psyche eines Serienmörders sehr detailliert präsentiert. Das hat mich dann noch bis zum Ende des Buches motiviert.

In meinen Augen kann man das Buch von Klaus-Peter Wolf gut lesen und er liefert solide ab. Sehnsüchte, Rache, etwas Sexappeal und viel Psychologie machen die Geschichte lesenswert. Allerdings fehlt mir für eine 100%ige Weiterempfehlung die Action in diesem Roman. Viel zu sehr werden verschiedene Dinge zerkaut und hin und her geschachert.


Kommentar:

kpwKlaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, lebt als freier Schriftsteller in der ostfriesischen Stadt Norden, im gleichen Viertel wie seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wie sie ist er nach langen Jahren im Ruhrgebiet, im Westerwald und in Köln, an die Küste gezogen und Wahl-Ostfriese geworden. Seine Bücher und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bislang sind seine Bücher in 24 Sprachen übersetzt und über neun Millionen Mal verkauft worden. Mehr als 60 seiner Drehbücher wurden verfilmt, darunter viele für »Tatort« und »Polizeiruf 110«. Sein Roman »Ostfriesensünde« wurde von den Lesern der ›Krimi-Couch‹ zum »Besten Kriminalroman des Jahres 2010« gewählt. »Ostfriesenangst« und »Ostfriesenmoor« standen wochenlang unter den TOP TEN auf der Spiegel-Bestsellerliste, der achte Band, »Ostfriesenfeuer«, stieg sofort von Null auf Platz 1

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