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Rezension: Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang

41DnBycIduL._SX323_BO1,204,203,200_Verlag: Mainbook
Autor: Susanne Faust / Carolin Lockstein
Titel: Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang
Seiten: 258

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Inhalt:

Eine ist Single, die andere in einer festen Beziehung, beide sind kurz vor 40, Journalistinnen aus Hamburg mit scharfer Zunge und sensiblen Herzen: Anne und Ellen. Sie arbeiten in einem Büro, umgeben von ihren Hausfischen und dem Gefühl, unschlagbar zu sein. Blöd, dass die Außenwelt der reinste Hindernis-Parcours ist und sie mit Entscheidungen belästigt. Nestbau oder Karriere, sich zufrieden geben oder einen Neubeginn wagen, das Richtige bei dem Falschen suchen, auf den Putz hauen und auch mal ausrasten oder vernünftig sein und auf guten Sex verzichten? Ja. Nein. Vielleicht. Hätte ich doch. Oberflächlich ist bei Anne und Peter alles okay, aber irgendwie ist der Thrill weg. Versuche, ihn mit Wandfarbe, Wohnungssuche und Vino Tinto hervorzulocken, führen in eine ganz neue Richtung. Ellen lebt in Scheidung. Ihrer misslungenen Ehe mit dem sexbesessenen Georg weint sie keine Träne nach. Sie mag ihr aktuelles Leben eigentlich. Uneigentlich ist sie froh, als durch Zufall ein neuer Mann auftaucht. Zufällig handelt es sich um ein besonders kompliziertes Exemplar. Für Anne und Ellen gibt es zum Glück gute Cremes, die ihre Haut retten, die richtige Musik und Galgenhumor, der vor Dauerdepression schützt. Rock and Roll!



Fazit:

Er steht still da und berührt mich mit Blicken, die ich nicht deuten kann. Das safranfarbene Licht der einzigen Lampe im Raum ist zu schwach, um seine dunkelbraunen Augen zu erreichen.

Die Geschichte der zwei Journalisten wird abwechselnd aus der Sicht von Anne und Ellen erzählt. Dabei fällt auf, dass sich die Geschichten nahtlos ineinander verschmelzen. Dort, wo Anne aufhört, fährt Ellen fort. So bekommt man das Drama beider gut präsentiert. Es ist sehr unterhaltsam, wie die zwei mit ihren Männerproblemen umgehen. „Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang“ ließt sich locker, luftig und sorgt durch Klischees für mehrere Schmunzeleinheiten. Mal planlos, mal witzig und ab und zu trocken, eben genau so wie Frauen ticken, wird einem die Story schonungslos präsentiert.

Gerade weil die Geschichten aus dem Alltag stammen, ist es mir sehr leicht gefallen einfach mal etwas abzuschalten und mich dem Buch hinzugeben. Man könnte dem Buch zwar vorwerfen, dass es oberflächlich geschrieben ist, jedoch finde ich es nicht weiter schlimm. Ab und an braucht man einfache Geschichten und Alltagsprobleme anderer, um über seine eigenen Probleme schmunzeln zu können. Dieses Buch ist schnelllebig, sodass man es in kurzer Zeit verschlingen kann.

Als ich mir dieses Buch ausgesucht habe, ist mir vorfallen der Titel aufgefallen. Er erzeugt ein positives Gefühl in mir, das sagt, dass es immer weiter geht und ein Ende auch ein toller Anfang sein kann. Genau diese Stimmung zieht sich dann auch weiter durch die Geschichten und spiegelt das Ende des Buch sehr gut wieder. Genau so positiv, wie ich in die Geschichte gestartet bin, habe ich das Buch auch positiv wieder zur Seite gelegt, mit einem Hauch von Freiheit.

Wer also eine einfache, unterhaltsame Lektüre sucht, dem kann ich „Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang“ empfehlen. Gerade für Bahnreisende ist es meiner Meinung nach eine passende Lektüre.


Kommentar:

CaLock&SuFau.jpgSusanne Faust und Carolin Lockstein arbeiten schon ewig als Journalistenteam in Hamburg. Beim Schreiben gibt s auch mal dicke Luft, aber sie verdampft, sobald der Computer aus ist. Ihr Sachbuch Relax! war ein Bestseller und wurde in neun Sprachen übersetzt. Das Ende vom Lied ist kein schlechter Anfang ist ihr erster Roman.

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