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Rezension: Höhenrauschsaison

Veröffentlicht

Meredith-Winter-HöhenrauschsaisonVerlag: SommerBurg
Autor: Meredith Winter
Titel: Höhenrauschsaison
Seiten: 204

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Inhalt:

April 2012 – die Mount-Everest-Saison hat begonnen.
Vor Ort: Ärztin Clementine, die schon auf dem Trek zum Basecamp alle Hände voll zu tun hat, sich um die Verletzten und Höhenkranken zu kümmern, welche die Region auf dem Weg zum höchsten Berg der Erde unterschätzt haben.
Ebenfalls mit von der Partie ist der russische Auftragskiller Alexej, der sich als Bergsteiger ausgibt und bloß einen Auftrag hat: Clementine zu töten. Dumm nur, dass sie bereits tot ist.


Fazit:

Blick. Es ist dieser Blick, welcher mich dazu treibt, das zu tun, was wohlerzogene Damen nicht tun. Sie müssen wissen, dass ich meine Französischkenntnisse stets schon beim ersten Rendezvous unter Beweis stelle.

Bevor ich das Buch gelesen habe, ist mir nicht klar gewesen, was ein Ladythriller ist. Doch das ist mir dann schlagartig nach den ersten Seiten klar geworden. Ein spannender Thriller, gepaart mit erotischen Szenen. Clementine ist eine junge Frau, die ich netterweise als „Ich bin nicht so eine“ bezeichne. Für Männer ist sie sehr anziehend, aber andere Frauen würden sie eher als Flittchen betiteln. Dabei möchte sie doch nur die wahre Liebe finden.

Für mich überzeugt der Ladythriller nicht nur mit einer klaren Struktur und der Abwechslung der Perspektive zwischen Clementine und dem Auftragskiller Alexej, sondern auch durch den flüssigen Schreibstil und der Spannung. Dabei ist die Atmosphäre ebenso gut dargestellt. So passen die Namen Alexej und Dimitri sehr gut als Auftragskillernamen.

Jedoch finde ich, dass man entgegen der Fährten von Meredith Winter den Ladythriller schnell durchschauen kann. Und auch die Unterschiedlichkeiten zwischen den Charakteren Clementine und Alexej finde ich nicht all zu gelungen. So wirken die Zwei auf mich fast identisch. Alexej ist mir als Killer auch etwas zu weichlich und ängstlich. Da hätte ich mir lieber einen charmanten James Bond gewünscht.

Gefreut habe ich mich dagegen sehr über die Recherchearbeit von Meredith Winter. Die Gegend um Nepal wird authentisch und mit viel Wissen dargestellt, so auch das nepalesische Essen. Das lässt die Geschichte noch etwas eindrucksvoller erscheinen.

Abschließend kann ich sagen, dass „Höhenrauschsaison“, abzüglich einer B-Note,  empfehlenswert ist. Die Spannung befindet sich von Anfang an auf einem hohen Niveau und bleibt auch nach den ersten Kapiteln konstant hoch.


Kommentar:

9230486_Wenn Meredith Winter (*1981 geb. in Lüneburg)
nicht gerade Alleinunterhalter für Ihre drei Kinder spielt,
schreibt sie keltische Songs, schaut nachts in die Sterne,
frönt ihr Dasein als Cineast & Serienjunkie und liest selbst massenhaft Bücher.

3 Gedanken zu „Rezension: Höhenrauschsaison

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