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Gastrezension: After Work

Lange habe ich das Thema Gastrezension vor mich hin getragen, doch heute freue ich mich über die erneute Zusammenarbeit mit Katharina und ihrem Blog „Schmökerstunde„! Als wir das erste Mal zusammen gearbeitet haben, hätte ich niemals erwartet, dass daraus eine wunderbare Freundschaft entsteht. Ich bin echt froh darüber einen so tollen Menschen in meinem Leben haben zu dürfen. 🙂

 

9783736305595_1494229109000_xxl.jpgVerlag: LYX Egmont
Preis: 15,00 €
Seiten: 518

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Erstmals bin ich auf das Buch in einem Newsletter aufmerksam geworden. Das Cover hat mich angesprochen und die Inhaltsangabe klang vielversprechend. Eine Woche später habe ich es im Laden liegen sehen und nicht daran vorbeilaufen können.


Inhalt:

Lexia arbeitet in einer Werbeagentur die gerade aufgekauft wurde. Mit der Angst gefeuert zu werden, betrinkt sie sich am Abend in einer Bar und erzählt alles dem gutaussehenden Fremden der neugierig zuhört. Mit der Zeit verliert sie die Hemmungen und küsst den Fremden einfach.

Mit dickem Kopf und rebellischem Magen erscheint sie am Morgen auf der Arbeit, nur um festzustellen, dass der Fremde ihr neuer Boss Adam ist.


Meinung:

Besonders große Erwartungen hatte ich nicht. Schließlich ist es eine Romanze die wir schon oft gelesen und gehört haben. Doch es hat nach einer Menge Spaß und peinlichen Situationen geklungen und genau das habe ich gebraucht.

Leider lief das dann doch ganz anders ab als erwartet. Die Gefühle kamen nicht bei mir an. Schon der leidenschaftliche Kuss am Abend, der groß angepriesen wird, ist mehr ein ungeschickter Schmatzer. Die Beziehung zwischen Adam und Lexia bewegt sich in einem Schneckentempo. Es passiert sehr lange gar nichts. In der Zeit lernen sie sich auch nicht näher kennen. Sie reden kein Wort miteinander, tauschen keinen Blickkontakt. Trotzdem gehen sie einander nicht aus dem Kopf.

Für mich etwas unverständlich, weil dann plötzlich beide an Liebe denken, dabei haben sie noch keine einzige richtige Unterhaltung gehabt.

Mehr gefallen hat mir alles was sich nicht um die beiden gedreht hat. Das die Branche hart umkämpft ist, das Kollegen echt das letzte sein können und auch die große Body Shaming-Diskussion. Letzteres wird richtig ausformuliert mit all ihren Pros und Cons, mit dem Beginn und den Auswirkungen. Damit räumt das Buch richtig auf und das finde ich verdammt gut. Obwohl es an manchen Stellen teilweise etwas übertrieben dargestellt wurde und man die Augen verdrehen wollte.

Das Homosexualität und Transgender ebenfalls einen Platz in diesem Buch haben hat mich sehr gefreut. Leider muss ich gestehen, dass die Frau die plötzlich merkt das sie auch auf Frauen steht, vom gezeichneten Charakter her überhaupt nicht darauf ausgelegt ist. Es hat mich so verwirrt, weil sie das ganze Buch lang einfach so stock-konserativ war und innerhalb von ein paar Tagen liberal. Sollte da nicht irgendwie erstmal ein innerer Konflikt entstehen?

Ihr merkt es schon. Vom Hocker gehauen hat es mich nicht. Das das ganze auch noch über 500 Seiten hat, hat die Sache auch nicht einfacher gemacht. Denn es hat sich nicht nur angefühlt als würde sich 100 Seiten lang nichts verändern, es war auch tatsächlich so.

Zusammengefasst kann ich das Buch leider nicht empfehlen. Die Autorin hat allerdings sehr viele wichtige Themen angesprochen und sie ausgiebig erklärt. Wie die Sexualität und die Stellung der Geschlechter in der Werbebranche. Die Liebesgeschichte sowie Adam und Lexia ist allerdings sehr schwammig. Es gab für mich keinerlei Spannungsbogen oder aufkommende Gefühle die beim Leser angekommen sind.

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